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Die Dalton-Bande: Von Gesetzeshütern zu Gesetzlosen

Shownotes

Drei Brüder, die zunächst den Stern trugen und später selbst von Gesetzeshütern verfolgt wurden: Die Geschichte der Dalton-Bande gehört zu den bekanntesten Erzählungen des amerikanischen Westens.

Frank Dalton galt als angesehener Deputy US Marshal. Nach seinem gewaltsamen Tod übernahmen seine jüngeren Brüder Grat und Bob Aufgaben im Gesetzesdienst. Auch Emmett Dalton begleitete sie als Wächter und Posse-Mann. Dabei lernten die Brüder die Zuständigkeitsprobleme und Schwachstellen der Behörden im Grenzgebiet zwischen Kansas, dem Oklahoma-Territorium und dem damaligen Indianerterritorium aus nächster Nähe kennen.

Vorwürfe wegen Whiskeyhandels und Pferdediebstahls, der missglückte Zugüberfall bei Alila in Kalifornien und das Gefühl, vom Rechtssystem ungerecht behandelt zu werden, leiteten den Bruch mit ihrem bisherigen Leben ein. Bob, Grat und Emmett Dalton wurden zu Gejagten. Gemeinsam mit Männern wie Bill Doolin, George „Bitter Creek“ Newcomb, Charlie Bryant, Dick Broadwell und Bill Powers entstand eine Bande, die mehrere Züge überfiel und den Behörden immer wieder entkam.

Nach den Überfällen bei Wharton, Leliaetta, Red Rock und Adair stiegen die ausgesetzten Belohnungen. Die Jagd auf die Bande wurde immer enger. Bob Dalton entwickelte daraufhin einen letzten Plan: Zwei Banken sollten gleichzeitig und am helllichten Tag ausgeraubt werden. Als Tatort wählte er ausgerechnet Coffeyville in Kansas, die frühere Heimat der Brüder.

Am Morgen des 5. Oktober 1892 ritten Bob, Grat und Emmett Dalton gemeinsam mit Bill Powers und Dick Broadwell in die Stadt. Trotz falscher Bärte wurden sie erkannt. Während sich die Männer auf die First National Bank und die C. M. Condon & Company Bank aufteilten, bewaffneten sich Einwohner im nahe gelegenen Eisenwarenladen.

Innerhalb von etwa zwölf Minuten entwickelte sich ein heftiger Schusswechsel. Stadtmarshal Charles Connelly, Lucius Baldwin, George Cubine und Charles Brown wurden getötet. Aufseiten der Bande starben Bob und Grat Dalton, Bill Powers und Dick Broadwell. Emmett Dalton wurde von zahlreichen Kugeln und Schrotladungen getroffen, überlebte jedoch.

1893 wurde Emmett wegen Mordes zweiten Grades zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach rund vierzehn Jahren kam er zunächst auf Bewährung frei und wurde wenig später begnadigt. Er zog nach Kalifornien, arbeitete als Bauunternehmer und Immobilienmakler, veröffentlichte Bücher und beteiligte sich an filmischen Darstellungen seiner eigenen Geschichte.

Die Folge beschäftigt sich außerdem mit dem ungeklärten Rätsel eines möglichen sechsten Reiters. Auch die Geschichten über Eugenia Moore, Flo Quick, die „Rose of Cimarron“ und Emmetts spätere Ehefrau Julia Johnson werden eingeordnet. Einige dieser Frauen haben nachweislich gelebt, ihre angeblichen Verbindungen zur Dalton-Bande beruhen jedoch teilweise auf späteren Erzählungen, Verwechslungen oder Selbstdarstellungen.

Hinweis zur historischen Sprache

In dieser Folge verwende ich bewusst die Begriffe „Indianer“ und „Indianerterritorium“, da sie in den zeitgenössischen Quellen und historischen Bezeichnungen des 19. Jahrhunderts vorkommen und für die damaligen Zusammenhänge relevant sind. Mir ist bewusst, dass diese Begriffe heute teilweise als überholt oder problematisch gelten. Gemeint sind die indigenen Bevölkerungsgruppen Nordamerikas sowie das damalige Indian Territory der Vereinigten Staaten.

Hinweis zur historischen Einordnung: Bei der Geschichte der Dalton-Bande liegen zeitgenössische Berichte, spätere Erinnerungen und Wildwest-Legenden häufig eng beieinander. Angaben zu umstrittenen Tatbeteiligungen, Beutesummen und persönlichen Beziehungen werden in der Folge entsprechend als belegt, unsicher oder lediglich überliefert gekennzeichnet.

Der im historischen Zusammenhang verwendete Begriff „Indianerterritorium“ bezeichnet ein damaliges Verwaltungsgebiet der Vereinigten Staaten. Er wird in dieser Folge ausschließlich als historische Bezeichnung verwendet.

Inhaltswarnung:

In dieser Folge geht es mehrfach um Schusswechsel, tödliche Gewalt und schwere Verletzungen. Einzelne Szenen schildern den Tod von Menschen, Schusswunden sowie den damaligen Umgang mit den Leichen der Getöteten etwas genauer. Bitte entscheide selbst, ob diese Inhalte für dich in Ordnung sind.

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Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir.

Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor.

Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet.

Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz

Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir.

Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor.

Mein Mikro findet ihr hier: https://amzlink.to/az0fmj3oRmgSC

Quellenverzeichnis: Die folgende Aufstellung dokumentiert die für dieses Skript verwendeten Quellen. Die Darstellung der gesicherten Ereignisse stützt sich auf zeitgenössische Zeitungsberichte, historische Fachliteratur sowie etablierte historische und enzyklopädische Aufarbeitungen. Als Erzählung oder Überlieferung gekennzeichnete Passagen (insbesondere zu Eugenia Moore/Flo Quick, der „Rose of Cimarron“, der Kennenlern-Geschichte von Julia Johnson, dem „sechsten Reiter“ sowie vereinzelten Detailangaben) sind im Text ausdrücklich als solche markiert, da sie sich historisch nicht zweifelsfrei belegen lassen. Wo Quellen in Daten oder Beutesummen voneinander abweichen, wurde dies im Skript offengelegt.

Primär- und zeitgenössische Quellen / zeitgenössische Berichterstattung: • Coffeyville Journal (D. S. Elliott, Bericht vom 7. Oktober 1892), wiedergegeben bei Legends of America: „Dalton Raid in Coffeyville – Historic Text“ — https://www.legendsofamerica.com/we-daltonhistorictext/ • EyewitnessToHistory.com: „The Dalton Gang's Last Raid, 1892“ — http://www.eyewitnesstohistory.com/daltons.htm Historische & enzyklopädische Aufarbeitungen • The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture (Oklahoma Historical Society), „Dalton Gang“ von Nancy B. Samuelson — https://www.okhistory.org/publications/enc/entry?entry=DA006 • National Park Service: „Coffeyville, Kansas: The Town That Stopped the Dalton Gang (Teaching with Historic Places)“ — https://www.nps.gov/articles/coffeyville-kansas-the-town-that-stopped-the-dalton-gang-teaching-with-historic-places.htm • HISTORY.com: „The Dalton Gang is wiped out in Coffeyville, Kansas (October 5, 1892)“ — https://www.history.com/this-day-in-history/october-5/the-dalton-gang-is-wiped-out-in-coffeyville-kansas • HISTORY.com: „Dalton Gang commits its first train robbery (February 6, 1891)“ — https://www.history.com/this-day-in-history/dalton-gang-commits-its-first-train-robbery • HistoryNet: „Dalton Gang's Raid on Coffeyville“ (Robert Barr Smith u. a.) — https://historynet.com/dalton-gangs-raid-on-coffeyville/ • HistoryNet: „Dalton Gang“ (zu den Legenden um Eugenia Moore, Flo Quick, Rose of Cimarron, Julia Johnson) — https://historynet.com/dalton-gang/ • HistoryNet: „Emmett Dalton“ — https://historynet.com/emmett-dalton/ • True West Magazine: „On the Trail of the Dalton Gang“ (u. a. zum Adair-Überfall und Dr. Goff) — https://www.truewestmagazine.com/article/on-the-trail-of-the-dalton-gang/ • Legends of America: „The Deadly Dalton Gang“ — https://www.legendsofamerica.com/dalton-gang/ • Legends of America: „The Dalton Brothers – Lawmen & Outlaws“ — https://www.legendsofamerica.com/we-daltonbrothers/ • City of Coffeyville (offizielle Website): „The Dalton Raid Story“ — https://www.coffeyville.com/514/The-Dalton-Raid-Story Biografische Detailquellen • Wikipedia: „Dalton Gang“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Dalton_Gang • Wikipedia: „Frank Dalton“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Frank_Dalton • Wikipedia: „Bob Dalton“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Dalton • Wikipedia: „Grat Dalton“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Grat_Dalton • Wikipedia: „Emmett Dalton“ — https://en.wikipedia.org/wiki/Emmett_Dalton • Emmett Dalton Timeline / Biografie (kayempea.net) — http://www.kayempea.net/adds/timeline.htm Weiterführende Fachliteratur (im Skript inhaltlich berücksichtigt bzw. als Standardwerke genannt) • Robert Barr Smith: „Daltons! The Raid on Coffeyville, Kansas“ (University of Oklahoma Press, 1996). • Nancy B. Samuelson: „The Dalton Gang Story: Lawmen to Outlaws“ (Shooting Star Press, 1992). • Lue Diver Barndollar: „What Really Happened on October 5, 1892“ (Coffeyville Historical Society, 1992). • D. S. Elliott / Ed Bartholomew: „The Dalton Gang and the Coffeyville Raid“ (Frontier Book Co., 1968). • Glenn Shirley: „West of Hell's Fringe: Crime, Criminals, and the Federal Peace Officer in Oklahoma Territory, 1889–1907“ (University of Oklahoma Press, 1978).

Rechtlicher Hinweis zur Verwendung: Dieses Skript gibt ausschließlich historische, gemeinfreie Ereignisse sowie öffentlich dokumentierte Forschungsstände wieder. Es enthält keine wörtlichen Übernahmen aus den genannten Quellen, sondern eigenständige Formulierungen. Die handelnden Personen sind seit über einem Jahrhundert verstorben. Klar als Legende oder Überlieferung gekennzeichnete Inhalte erheben keinen Anspruch auf Tatsachenbehauptung.

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Transkript anzeigen

00:00:03: Stell dir einen Morgen vor, es ist der fünfte Oktober, das Licht ist klar und kühl irgendwo im Süden von Kansas.

00:01:09: Eine kleine Stadt erwacht – Händler öffnen ihre Läden!

00:01:13: In der Innenstadt wird an den Straßen gearbeitet, denn Koffiwil lässt damals Pflasterarbeiten durchführen.

00:01:20: In diesen scheinbar gewöhnlichen Morgen reiten fünf junge Männer hinein – manche von ihnen tragen falsche Bärte.

00:01:26: Unter ihren Mänteln verbergen sie Gewehre.

00:01:29: Drei von ihnen sind Brüder drei Männer die diese Stadt kennen weil sie hier aufgewachsen sind.

00:01:35: in etwa zwölf Minuten werden vier der fünf Reiter tot sein.

00:01:39: Mit ihnen sterben vier Männer aus der Stadt Männer, die an diesem Morgen zu Verteidigern ihrer Gemeinde wurden.

00:01:47: Es ist eine der berühmtesten Szenen des amerikanischen Wilden Westens.

00:01:51: Zugleich ist es das blutige Ende einer Bande, deren bekannteste Mitglieder einmal auf der anderen Seite standen – Auf der Seite des Gesetzes.

00:02:01: Herzlich willkommen zur Chronik der Schatten!

00:02:03: Schön, dass du wieder eingeschaltet hast und mit mir gemeinsam in eine Geschichte eintauchst die irgendwo zwischen Aktenlage-und Lagerfeuererzählung liegt.

00:02:13: Bevor wir wirklich losreiten wie immer ein Wort darüber wie diese Folge gebaut ist.

00:02:18: Vieles von dem was Du heute hörst ist belegt durch Gerichtsakten, durch zeitgenössische Zeitungsberichte, durch die Aufzeichnungen von Historikern.

00:02:27: Diesem belegten Kern erzähle ich Dir als das was er isst gesicherte Geschichte.

00:02:32: Aber rund um diese Bandel hat sich über mehr als ein Jahrhundert ein dichter Nebel aus Legenden gelegt.

00:02:38: Geschichten über Geheime Geliebte, über eine Frau die durch einen Kugel-Hagel ritt – über einen sechsten Reiter den niemand je zweifelsfrei benennen konnte!

00:02:48: Diese Geschichten erzähle ich dir auch.

00:02:50: Immer dann wenn wir den festen Boden der Fakten verlassen und das Reich der Erzählung betreten sage ich dir das deutlich….

00:02:57: Du wirst es hören an Formulierungen, wie die Legende sagt, spätere Erzählungen behaupten überliefert ist oder bewiesen wurde es nie.

00:03:06: So weißt du in jedem Moment ob du auf Stein stehst oder im Nebel.

00:03:12: Heute geht es um die Doltenbande – um drei Brüder, ehemalige Gesetzeshütter und Männer, die erst den Stern trugen und später selbst gejagt wurden um eine Spur aus überfallenen Zügen quer durch das Indianateritorium und um einen warnwitzigen Plan, der sie unsterblich machen sollte.

00:03:30: Und sie stattdessen auslöschte.

00:03:32: Lehn dich zurück!

00:03:33: Wir reiten zurück ins Jahr eighteenhundertzeinneunzig – und davor.

00:04:04: Um zu verstehen wie aus drei Hilfs-Sheriffsbankräuber werden müssen wir am Anfang beginnen bei der Familie.

00:04:11: Der Vater hieß James Louis Dalton.

00:04:14: Er kam in den späten Achtzehnundertvierzigerjahren aus Kentucky nach Missouri.

00:04:18: In den Achtzenundertfünfzigern handelte er mit Pferden und führte einen Salon im Westport, das ist das heutige Kansas City.

00:04:26: Dort heiratete er eine Frau namens Edelin Younger.

00:04:30: Dieser Name ist kein Zufall, halte ihn fest.

00:04:34: Edelin war nach gängiger Darstellung eine Tante beziehungsweise Halbtante von Cole, Jim und Bob Younger den Yangas, jenen Brüdern die später an der Seite von Jesse James ritten und zu dem berüchtigsten Outlaws ihrer Zeit gehörten.

00:04:49: Diese Verbindung wurde später oft als Teil des Dolton-Mythos – ob sie die Brüder tatsächlich prägte lässt sich nicht sicher sagen… aber sie zeigt wie eng in dieser Grenzregion Familiengeschichten Gewalt, Bürgerkriegserbe und spätere Legenden miteinander verwoben waren.

00:05:07: Louise und Edelin bekamen eine große Familie.

00:05:09: In den Quellen schwanken die Zahlen, meist ist von etwa fünfzehn Kindern die Rede.

00:05:15: Die meisten von ihnen kamen in Missouri zur Welt.

00:05:39: Hierher kehren wir zurück am blutigsten Tag dieser Geschichte.

00:05:44: Es ist wichtig, sich klarzumachen in welche Welt diese Kinder hineinwuchsen.

00:05:48: Das war die Grenzregion zwischen Missouri, Kansas und dem Indianateritorium – ein Landstrich der durch den amerikanischen Bürgerkrieg eine eigene brutale Kultur der Gewalt erlebt hatte.

00:06:00: Hier hatten während des Krieges Guerrilla-Banden wie Quentwell Riders gewütet.

00:06:06: Gewalt war hier kein fernes Gerücht, sondern Teil der Landschaft.

00:06:09: In dieser Gegend wuchsen die Dolton-Jungen heran mit berühmten Outlawverwandten im Weitenfamilienkreis und einer Welt voller Waffen vor der Haustür.

00:06:19: Aber – und das ist entscheidend für unsere Geschichte!

00:06:22: Die Doltons begannen nicht als Verbrecher, im Gegenteil.

00:06:25: Der erste der Brüder, der wirklich bekannt wurde, war ein Mann des Gesetzes und zwar ein Vorbildlicher Frank Dalton, geboren am achten Juni, eighteenhundertneinundfünfzig in Missouri war.

00:06:36: nach allem was überliefert ist der Stolz der Familie.

00:06:40: Achtzehnhundertvierendachtzig – manche Quellen nennen für seine erste Bestallung ein etwas früheres Datum wurde er zum stellvertretenden US-Marsch lernand.

00:06:49: Er diente Unterrichter Isaac Parker in Forth Smith, Arkansas Parker ging als der hängende Richter in die Geschichte ein und Force Smith war einer der härtesten Gerichtsbezirke des ganzen Westens.

00:07:04: Frank machte sich dort schnell einen Namen, Zeitgenossen beschrieben ihn als eines der mutigsten und fähigsten Beamten der Truppe.

00:07:11: Er war groß, schlank gut aussehend – er sah aus wie der Held auf dem Umschlag eines Kroschenromans!

00:07:16: Er nahm auch seine jüngeren Brüder mit.

00:07:19: Bob und Gret ridden bei ihm als Hilfs-Sheriffs, als Posse-Männer und jagten an seiner Seite Verbrecher durch Kansas und das Indianer-Territorium.

00:07:29: Doch Fangs Geschichte endete jung und gewaltsam!

00:07:32: Am siebenundzwanzigste November eighteenhundertsiebenundachtzig ritt er gemeinsam mit einem weiteren Deputy über einen Fluss um ein Mann namens Dave Swiss festzunehmen – gesucht wegen Pferdediebstahls und Whiskey-Schmuggels.

00:07:45: Als die beiden Gesetze Südter sich dem Lager näherten, eröffneten Smith und seine Leute das Feuer.

00:07:50: Frank wurde in die Brust getroffen.

00:07:52: Sein Partner schoss zurück, tötete Smith, wurde dann selbst verwundet und musste fliehen – erhielt Frank für Tod.

00:07:59: Doch Frank lebte noch!

00:08:01: In dem folgenden Schusswechsel wurde auch eine Frau im Lager im Kreuzfeuer getötet.

00:08:06: Schließlich gab ein weiterer Mann in den Quellen Will oder William Tower Lee genannt, Frank dolten den tödlichen Schuss beziehungsweise weitere tödliche Schüsse.

00:08:17: Über die genauen letzten Sekunden gehen die Berichte auseinander, eine Zeitung schrieb damals Frank habe seinen Mörder angefleht ihn zu verschonen.

00:08:24: er liege ohnehin im Sterben.

00:08:26: Zeugen dafür gab es nicht und Historiker behandeln das als Gerücht.

00:08:30: Sicher ist Frank Dolton starb im Dienst.

00:08:33: Er wurde in Kaffeeville beerdigt auf dem Elmwood Friedhof nur wenige Schritte von der Stelle entfernt an der später die Gräber seiner beiden Outlaw Brüder liegen würden.

00:08:43: Der Mann, der ihn erschoss, Tawali wurde wenige Tage später selbst vom Gesetzeshytern gestellt und getötet.

00:08:50: Manche Historiker stellen eine nachdenkliche Frage – was wäre gewesen wenn Frank gelebt hätte?

00:08:56: Wenn dieser angesehene mutige Bruder eine lange Karriere als Lawman gehabt hätte, hätte er seine jüngeren Brüder auf der rechten Seite gehalten?

00:09:05: Das ist Spekulation und ich kennzeichne sie als solche!

00:09:08: Tatsächlich geschah fast genau das Gegenteil….

00:09:11: Franks gewaltsamer Tod riss eine Lücke.

00:09:14: In diese Lücke traten Gret und Bob.

00:09:40: Nach Frank's Tod übernahm seine Brüder Aufgaben im Gesetzesdienst, Gret mit vollem Namen Gratton Henley-Dolton, geboren in eighteenhundertsechzig trat ihn vor Smith an Frankstelle.

00:09:59: Der Jüngste der Drei, Emmett, geboren in eighteenhundertsechzig ritt als Wächter und Postelmann für seine Brüder mit.

00:10:06: Er war also ebenfalls Teil dieser Welt – auch wenn seine Rolle nicht so regulär war wie die seiner älteren Brüde!

00:10:14: Eine kurze Vorstellung der drei denn sie sind die Hauptfiguren dieser Folge.

00:10:18: Bob war der geborene Anführer.

00:10:20: Intelligent, ehrgeizig und nach mehreren Überlieferungen ein außergewöhnlicher Schütze.

00:10:26: Der berühmte Deputy-Marshall Heck Thomas, der die Bande später jagen würde soll über ihn gesagt haben, Bob Dolton sei einer der treffsichersten Männer gewesen, die er je gesehen habe.

00:10:38: Gret, der Älteste der drei galt als körperlich stark hart, impulsiv und ein Mann, der zum Trinken neigte.

00:10:46: Emmett, der Jüngste erscheint in vielen Darstellungen als Mitläufer – als jemand, der seinen Brüdern folgte mehr aus Loyalität als aus eigenem Antrieb.

00:10:55: Diese Rollen werden wichtig, wenn wir zum Ende kommen.

00:10:59: In den Jahren die Brüder standen also im Dienst des Gesetzes.

00:11:06: Grett diente in Fort Smiths und später am Gericht in Maskoji – im Indianer-Teritorium.

00:11:14: In der Zeit wurde er bei dem Versuch einen Verdächtigen festzunehmen durch einen Schuss in den Arm verwundet.

00:11:20: Bob wurde aus dem Deputiv für das Bundesgericht in Wichita, Kansas ernannt und arbeitete in der Osage Nation.

00:11:29: Mehr noch – Bob organisierte eine eigene Polizeitruppe.

00:11:35: Die Stammespolizei zahlte anders als das Marschelbüro ein festes Monatsgehalt.

00:11:40: Bob heuerte seinen kleinen Bruder Emmett an um Gefangene zu bewachen.

00:11:46: Sie waren also tief im System verankert!

00:11:48: Genau das ist ein Schlüssel, um zu verstehen warum sie später Verbrechen planen konnten.

00:11:53: Bob hatte als Gesetzeshüter aus erster Hand gelernt wie schwierig es war ihm Indianer und im Oklahoma-Teritorium recht durchzusetzen.

00:12:02: Die indianischen Nationen hatten ihre eigene Stammespolizei – aber die hatte keine Zuständigkeit über nicht Indiana!

00:12:09: Das neue Oklahoma-Territorium hatte eigene Sheriffs und Stadtpolizisten, aber zwischen ihnen gab es kaum Zusammenarbeit.

00:12:17: Die einzige Behörde mit Zuständigkeit über das gesamte Gebiet war der US-Marscheldienst – auch dort gab es Kompetenzstreitigkeiten und Eifersüchteleien zwischen den Bezirksgerichten.

00:12:28: Bob kannte all diese Lücken im Netz!

00:12:30: Später würde er hindurchschlüpfen….

00:12:33: Der Übergang von der einen Seite zu anderen verlief nicht mit einem großen Knall sondern schleichend.

00:12:39: In dieser rauen Zeit war die Grenze zwischen Gesetzeshüter und Gesetzesbrecher dünn, und manche Biografien zeigen wie schneller Mensch von der einen Seite auf die andere geraten konnte.

00:12:49: Es gab Vorfälle – Bob tötete ein Mann im Dienst, er brief sich auf Notwehr.

00:12:54: Über einen anderen Vorfall bei dem ein unschuldiger ums Leben gekommen sein soll wurde gemunkelt.

00:13:00: Belastbar gesichert ist diese Geschichte nicht in allen Details.

00:13:04: Grett fiel durch Vorwürfe vom Amtsmissbrauch auf.

00:13:07: Vor allem kam der Vorwurf des Whiskey-Schmuggels.

00:13:10: Im Frühjahr dosen kam ein schwerer Vorwurf auf.

00:13:14: Bob und Emmett sollen in der Osage Nation Whisky verkauft haben, das war dort streng verboten.

00:13:22: Gegen Gred wurden etwa zur gleichen Zeit Vorwürfe wegen Pferdediebstahl erhoben – nach einer Anhörung wurde er zunächst freigelassen.

00:13:30: Bob dagegen drohte einen Verfahren.

00:13:32: Die Brüder Ein Tüter des Gesetzes waren plötzlich selbst Beschuldigte.

00:13:38: In dieser Lage trafen Grant, Bob und Emmet eine folgenschwere Entscheidung – sie verließen Oklahoma und gingen nach Westen, nach Kalifornien wo ältere Brüder mit der Familie lebten und arbeiteten.

00:13:49: Unter ihnen ein Bruder dessen Name jetzt zum ersten Mal wirklich wichtig wird Bill Dalton.

00:14:34: Bill führte dort zunächst ein deutlich bürgerliches Leben als einige seiner Brüder.

00:14:39: In späteren Darstellungen heißt es, er sei politisch aktiv gewesen und habe gesellschaftlich einen gewissen Stand gehabt.

00:14:46: Wie belastbar jedes Detail dieser Angaben ist bleibt allerdings unsicher!

00:14:51: Sicherer ist, auch Bill wurde später immer wieder mit dem wachsenden Zorn auf Banken und Eisenbahngesellschaften in Verbindung gebracht.

00:14:58: Dieser Zorn – so vermuten manche Quellen könnte einer der Funken gewesen sein, die das Volk auslösten.

00:15:05: In den Nacht des sechsten Februar deiner Sechszehnhunderteinundneunzig wurde nahe der Ortschaft Alila in Kalifornien ein Personenzug der Thousand Pacific Railroad überfallen.

00:15:18: Zwei maskierte Männer mit vierziger Revolvern hielten den Zug an.

00:15:22: Der Überfall war ein Fehlschlag, die Räuber zwangen das Zugpersonal innen den Expresswagen mit dem Geld zu zeigen – doch der Wächter im Wagen weigerte sich die schweren Türen zu öffnen und begann zu schießen!

00:15:34: In diesem Schusswechsel geschah eine Tragödie.

00:15:37: Der Heizer der Lokomotive wurde tödlich getroffen.

00:15:41: Jetzt müssen wir genau sein….

00:15:43: Wer diesen Zug tatsächlich über viel ist nicht hundertprozentig bewiesen?

00:15:47: Die Männer trugen Masken.

00:15:49: In vielen späteren Darstellungen ist von zwei maskierten Tätern im Zug die Rede, was die spätere Überlieferung immer wieder behauptete.

00:15:57: Jahre danach erklärte ihr Bruder Liddleton Dolton Bob und Emmett hätten ihm mehrfach erzählt dass sie es waren, die den Elila-Zug überfielen.

00:16:06: Doch die Ermittler blickten damals weiter als nur auf die beiden Männer im Zug.

00:16:10: Sie vermuteten offenbar das mehrere Doltonbrüder in die Sache verwickelt waren als Täter, Helfer oder Mitwisser.

00:16:18: Aus diesem Grund wurden später nicht nur zwei sondern gleich vier Brüder ins Visier genommen.

00:16:23: Ein zweiter oft übersehender Punkt ist ebenfalls wichtig.

00:16:27: Lange wurde angenommen einer der Dolpens habe den Heizer erschossen.

00:16:31: nach einer überzeugenderen Darstellung traf ihn jedoch nicht eine Kugel der Räuber sondern einen Schuss des eigenen Expressbooten im Zug im Kreuzfeuer.

00:16:40: Das ändert nichts an der Tragik, aber es zeigt wie sorgfältig man bei dieser Bande zwischen bewiesen, wahrscheinlich beschuldigt und später erzählt unterscheiden muss.

00:16:51: Die juristischen Folgen waren verheerend – weil beim Überfall ein Mensch gestorben war wurde aus dem Raub einen Kapital verbrechen.

00:16:58: Am siebzehnten März,

00:17:00: o.o.,

00:17:01: klagte eine Grande Jury in Tulare County gleich vier deuten Brüder an… Bob, Emmett, Grett und Bill.

00:17:09: Wenige Tage später wurden Gret und Bill verhaftet.

00:17:12: Bob und Emmett aber waren schon auf dem Weg zur Rückrichtung Osten.

00:17:16: Bill soll ihn noch zu Flucht aus Kalifornien verholfen haben, bevor er selbst gefasst wurde.

00:17:22: Jetzt kommt eine Proante die zeigt wie unsicher das Recht in jener Zeit wirken konnte.

00:17:27: Bill wurde vor Gericht gestellt und freigesprochen.

00:17:30: Gret dagegen wurde im Juli-Achzehnhundert neunzig für schuldig befunden und zu zwanzig Jahren Haft verurteilt.

00:17:37: Das bemerkenswerte daran, mehr als ein Dutzend Augenzeugen hatten ausgesagt, Greta habe sich zur Tatzeit in einem Hotel in Fresno aufgehalten.

00:17:46: Verurteilt wurde er trotzdem.

00:17:49: Ob zu Recht oder zu Unrecht für die Dolltons war die Botschaft klar – das System war gegen sie!

00:17:55: Bob jedenfalls war überzeugt dass die Anklagen gegen seine Brüder falsch waren.

00:18:00: Er fasste einen Entschluss der die Bande erst wirklich gebar.

00:18:03: Er wollte genug Geld auftreiben, um Kaution und Verteidigungs seines Bruders zu bezahlen.

00:18:09: Der Weg dorthin?

00:18:10: Das war der Raub!

00:18:12: Bob und Emmet schlonen der Weil quer durch den Kontinent zurück über die Mojave-Wüste verfolgt von einem Sheriff namens Kaye.

00:18:19: Gret wartet im Gefängnis in Visalia auf seine Verlegung.

00:18:23: Im September eighteenhundertneunzig gelang ihm die Flucht.

00:18:26: Nach einigen Darstellungen sprange aus dem Zug, der ihn ins Gefängnis bringen sollte... Er machte sich auf den langen Weg zurück zu seinen Brüdern nach Oklahoma.

00:18:36: Die drei würden wieder vereint sein, diesmal nicht mit einem Stern an der Brust.

00:19:11: Zurück in Oklahoma taten Bob und Emmet etwas das sie von ihrem dilettantischen ersten Versuch in Kalifornien unterschied – Sie planten!

00:19:21: Bob, der ehemalige Gesetzeshüter wusste genau wie die Behörden arbeiteten und wo ihre Schwächen lagen.

00:19:27: Er stellte eine Mannschaft zusammen.

00:19:29: Die Mitglieder der Bande wechselten über die Zeit, aber zum Kern und zum Erweitertenkreis gehörten Namen, die im wilden West noch Gewicht bekommen sollten.

00:19:40: George Newcomb genannt Bitter Creek.

00:19:43: Charlie Bryant genannt Blackface oder Blackface Charlie nach einer Schmauchspur, die ihm eine Pulver-Explosion auf die Wange gebrannt hatte.

00:19:53: Dazu kam mit der Zeit Bill Doolin Dick Broadwell, Bill Powers und Charlie Pierce.

00:19:59: Es waren überwiegend Männer die mit den Doltens in dieser Gegend aufgewachsen waren oder mit ihnen auf den Ranchers gearbeitet hatten.

00:20:07: Emmett etwa hatte als Cowboy auf einer Ranch in der Nähe der Parni Agentur gearbeitet – dort lernte er einige späteren Gangmitglieder kennen!

00:20:17: Über der Bande schwebte zugleich eine Jagd, denn auf die Brüder war Bob Dolton's alter Bekannter angesetzt.

00:20:23: Der Beauty Marshall Heck Thomas – einer der gefährlichsten Gesetze-Syther des Westens.

00:20:28: Jahre später sagte Emmett etwas Bemerkenswertes.

00:20:32: Er nannte den unerbildlichen Druck, den Heck Thomas auf die Bande ausübte als einen der Schlüssel dafür, warum sie überhaupt zu den großen Raubzügen schritten.

00:20:42: Thomas hielt sich ständig in Bewegung, ständig auf der Flucht, stendig im Versteck!

00:20:47: Die Bande hoffte mit einer großen Beute genug Geld zu haben, um endgültig verschwinden.

00:20:52: Die Jagd trieb sie also zu immer kühneren Taten – ein Kreislauf der erst in Koffee willenden würde!

00:21:00: An dieser Stelle taucht eine der schillerndsten Figuren der ganzen Erzählung auf und bei ihr verschwimmt die Grenze zwischen Beleg- und Legende ganz besonders.

00:21:09: Ihr Name?

00:21:10: Eugenia Moore.

00:21:11: In späteren Erzählungen taucht sie als Bob's geliebte und mögliche Informantin der Bande auf.

00:21:17: Sie soll die Eisenbahnlinien zwischen Texas & Kansas beobachtet, mit Frachtagenten gesprochen und an Telegrafenleitungen gelauscht haben um herauszufinden wann große Geldsendungen transportiert wurden.

00:21:30: Sie soll unter Decknamen aufgetreten sein –

00:21:32: u.a.,

00:21:33: als Tom King oder Miss Mondays.

00:21:37: Hier wird es faszinierend unscharf!

00:21:39: Belastbar belegt es diese Figur nicht.

00:21:42: Manche Forscher halten Eugenia nur für eine spätere Ausschmückung oder vermuten eine Vermischung mit einer real existierenden Frau namens Flow Crick, einer Pferde Diebin die sich als Mann verkleidete um auf Beutezug zu gehen und die sich ebenfalls Tom King nannte.

00:21:59: Eine Zeitung jenerzeit der Wichita Daily Eagle beschrieb eine solche Frau in auffallend dramatischen Worten elegant, kühn, eine außergewöhnliche Reiterin mit dunklem Haar und auffallender Erscheinung.

00:22:13: Ob der Reporter da übertrieb oder nicht?

00:22:16: Solche Beschreibungen zeigen wie schnell aus einer realen Frau eine Wildwestfigur werden konnte!

00:22:21: Was ich euch hier erzähle ist also ein Gefecht aus späterer Überlieferung möglicha Verwechslung und Legendenbildung – ob Eugenia Moore wirklich existierte, Ob sie Bob Doulton kannte oder der Bande half, all das ist nicht zweifelsfrei geklärt.

00:22:40: Behalte das im Hinterkopf!

00:22:42: Bei dieser Bande sind die Frauen fast so legenden umwoben wie die Männer.

00:23:08: Kommen wir zu den belegten Taten.

00:23:10: Im Mai-Achzehnundat Einenundneunzig schlug die Bande zum ersten Mal zu Der Ort Wharton im Indianer Territorium nah dem heutigen Perry Oklahoma.

00:23:20: Das Ziel?

00:23:21: Ein Zug des Santa Fe Eisenbahn.

00:23:23: Das Datum wird in den Quellen meist mit dem neunten Mai, eighteenhundert-einundneinzig angegeben.

00:23:28: Die Beute fällt je nach Quelle unterschiedlich aus.

00:23:31: Die Angaben reichen ungefähr von eintausend zweihundert bis eintausend siebenhundertfünfundvierzig Dollar.

00:23:38: Es war kein Vermögen aber es war ein Anfang!

00:23:40: Die Deutenbande hatte ihren ersten Zug in Oklahoma ausgeraubt.

00:23:45: Drei Monate später traf es einen Mitglied der Bande Charlie Bryant, Blackface.

00:23:49: Charly war krank geworden und ließ sich in Hennessey im Oklahoma-Teritorium von einem Arzt behandeln.

00:23:56: Dort wurde er von Deputy Marshal Ed Short festgenommen.

00:23:59: Weil es in Hinnessey kein Gefängnis gab brachte Short ihnen einen Zug Richtung Wichita.

00:24:05: Während der Fahrt bemerkte Short eine Gruppe Reiter neben der Strecke.

00:24:09: Er fürchtete, es könne die Doltenbande sein, die Bryant befreien wollte.

00:24:14: Also ging er nach hinten auf die Plattform des Zuges, um den Reiter im Blick zu behalten.

00:24:19: Sein Revolver gab einem Gepäckmann und dieser sollte damit Brian bewachen – Schwartz selbst hatte offenbar noch ein Gewehr bei sich!

00:24:27: Doch der Gepickmann war unvorsichtig, er legte den Revolfer in einen Ablagefach und ging seiner Arbeit nach.

00:24:33: Brian nutzte dem Moment, griff sich die Waffe und schlich zur hinteren Tür.

00:24:38: Dort traf er auf Short, dennoch immer auf die Reiter draußen konzentriert.

00:24:43: Dann vielen Schüsse.

00:24:44: Bryant feuerte mit Shorts Revolver, Shorts drehte sich um und schoss mit seinem Gewer zurück.

00:24:50: Als der Zug schließlich hielt waren beide Männer tödlich getroffen.

00:24:53: Charlie Bryant war tot – der Beauty Marshal Ed Shorts ebenfalls!

00:25:03: Der zweite Zugüberfall der Bande in Oklahoma war ungleich erfolgreicher.

00:25:07: Am fifzehnten September, eighteenhundertneunzig an einer kleinen Station namens Lilietta etwa sechs Kilometer nördlich vom Regenage schlugen sie wieder zu.

00:25:17: Diesmal trafen sie die Linie der Missouri, Kansas und Texas Railroad kurz die Ketti genannt.

00:25:23: Die Beute wird je nach Quelle unterschiedlich angegeben – manche Darstellungen nennen etwa Zehntausend Dollar, andere rund neunzehnteusend Dollar.

00:25:32: Für die damalige Zeit war selbst die niedrigere Angabe ein Vermögen.

00:25:37: Doch der Erfolg brachte Streit!

00:25:39: Bill Doolin, ein hartes fähiges Bandenmitglied beschwerte sich das Geld werde nicht gerecht geteilt.

00:25:46: So heißt es.

00:25:46: in späteren Darstellungen gab einen Großteil der Beute für Frauen- und Glücksspiel aus.

00:25:51: Doolin verließ daraufhin zeitweise die Bande, zusammen mit Newcombe und Piers.

00:25:56: Solche Risse im Inneren würden immer wieder die Bände begleiten.

00:26:04: Im Frühjahr Eightzehundertzweinneunzig kehrte Gret aus dem Westen zurück und stieß wieder zu seinen Brüdern.

00:26:11: Auch einige der unzufriedenen Mitglieder fanden sich wieder ein und neue Pläne wurden geschmiedet In dieser Phase, am ersten Juni, manche Quellen nennen hier auch den zweiten Juni kam es zu einem Überfall der zeigt wie gefährlich das Geschäft geworden war.

00:26:27: Das Ziel war erneut ein Santa Fe-Zug – diesmal bei Red Rock!

00:26:31: Doch als der Zug einfuhre, witterten die Banditen Gefahr.

00:26:35: Aus dem Fenstern der Waggons drank hein Licht.

00:26:38: Die Bande spürte, dass etwas nicht stimmte.

00:26:40: Tatsächlich hatte die Santa Fe von ihren Plänen erfahren und den Zug mit schwer bewaffneten Beamten gefüllt um ihnen eine Falle zu stellen.

00:26:49: Die Dolpons ließen diesen ersten Zug unbehellig vorbeifahren.

00:26:53: Kurz darauf kam ein zweiter Zug – und den namen sie sich!

00:26:58: Ein Teil der Bande hielt Lokführer & Heizer in Schach während andere durch die Personenwagen gingen und den reisenden Schmuck-und Bargeld abnahmen.

00:27:06: Wieder andere nahmen sich den Expresswagen vor und warfen den Safe aus dem Zug.

00:27:11: Doch für all das Risiko war der Lohnmager, nach mehreren Darstellungen enthielt der Safe nur ein paar Dollar, manche sprechen von rund fünfzig.

00:27:20: Ihr merkt schon – die Beutesummen, die in den Quellen kursieren, schwanken stark!

00:27:24: Das liegt in der Natur solcher Ereignisse….

00:27:27: Die Eisenbahn- und Bankgesellschaften hatten eine Interesse daran ihre Verluste kleinzurechnen... ...die Zeitungen jedoch neigten zur Dramatisierung Und niemand führte über Raubzüge ein ordentliches Kassenbuch.

00:27:39: Ich nenne euch deshalb die Spannen, wie sie überliefert sind statt euch eine falsche Genauigkeit

00:27:44: vorzugaukeln.".

00:27:51: Dann kam der letzte und blutigste der großen Zugüberfälle.

00:27:54: Am vierzehnten Juli, eighteenhundert zweieinundzig traf die Bande erneut die Kettiline diesmal bei Edea im indianer Territorium nahe der Grenze zu Erkennses.

00:28:05: Doch in Edeha wartete bereits etwas Neues auf die Dolpens – bewaffneter Widerstand!

00:28:10: Der Zug führte Wachen mit sich und diese eröffneten mit ihren Winchester gewohntes Feuer.

00:28:16: Es entwickelte sich ein heftiger Schusswechsel zwischen den Räubern und dem bewaffneten Wachen, unterstützt von Bürgern des Ortes.

00:28:23: Hunderte Schüsse sollen gefallen sein!

00:28:25: In diesem Kugelhagel wurden zwei Männer getroffen die mit dem Raub gar nichts zu tun hatten – zwei Ärzte, die zufällig in der Nähe waren.

00:28:33: Ihre Namen sind überliefert als WL Goff & TS Youngblatt.

00:28:39: Beide wurden von Querschlägern getroffen.

00:28:41: Youngblatt überlebte, Dr.

00:28:43: Goff erlag seinen Verletzungen.

00:28:46: Der Historiker Robert Barth-Miss hat dazu einen Gedanken festgehalten der etwas über die ungeschriebenen Regeln dieser Welt verrät.

00:28:53: Selbst unter Outlaws im Westen schreibt er sinngemäß habe es eine große Übereinkunft gegeben.

00:28:59: Man erschoss keine Prediger und man erschoss Keine Ärzte.

00:29:03: Das mit Dr.

00:29:04: Goff ausgerechnet ein Arzt im Kugelhagel von Ederstab war in dieser Deutung, ein Tabubruch.

00:29:09: Es machte die Dolpens in den Augen vieler endgültig zu Gejagten, die keine Gnade mehr

00:29:15: verdienten.".

00:29:17: Die Beute bei Eder wird in mehreren Quellen mit etwa US-Achzehntausend Dollar angegeben – doch wichtiger als die Beute war die Reaktion!

00:29:24: Nach dem Überfall von Eder setzten Verantwortliche der Missouri Kansas-Texas-Eisenbahn hohe Belohnungen aus.

00:29:31: In zeitgenössischen und späteren Darstellungen ist von bis zu US dollar für die Ergreifung und Verurteilung der Bande die Rede, dazu von Prämien für einzelne Mitglieder.

00:29:43: Das Gericht in Fort Smith stellte Mordhaftbefehle aus – von nun an war praktisch jeder hinter den Dolphins her!

00:30:24: Nachher zerstreute sich die Bande zunächst.

00:30:27: Doch das Gesetz saß ihnen im Nacken, die Belohnungen waren hoch und Bob Dolton wusste so konnte es nicht weitergehen.

00:30:34: Sie brauchten einen letzten großen Kuh genug Geld um das Land zu verlassen und für immer zu verschwinden.

00:30:41: In Bobs Kopf reifte ein Plan der so kühn war dass ihn vor ihm kaum jemand gewagt hatte in ein und derselben Stadt.

00:30:56: Es ist überliefert, dass er prallte – er werde alles übertreffen was Jesse James je getan habe!

00:31:02: Zwei Banken auf einmal bei Tageslicht.

00:31:05: Nicht einmal die berüchtigsten James-und Youngerbanden hatten das je versucht.

00:31:10: Es ging Bob also offenbar nicht nur ums Geld.

00:31:12: es ging auch um den Namen, um den Eintrag in die Geschichte, um Unsterblichkeit.

00:31:18: Doch welche Stadt wählte er für dieses Susahnstück?

00:31:21: ausgerechnet Coffiville, Kansas – ihre alte Heimatstadt.

00:31:25: Den Ort in dessen Nähe sie aufgewachsen waren, wo Emmett zur Schule gegangen war, wo die Brüder viele Menschen kannten und von vielen erkannt werden konnten!

00:31:35: Hier liegt die tragische Ironie, die diese Geschichte so unvergesslich macht.

00:31:40: Die Vertrautheit mit Coffiville war zugleich der Reiz- und Untergang des Plans.

00:31:45: Manche Quellen deuten an, dass es eine persönliche Note gab.

00:31:48: Es heißt, eine der Banken habe einst das Haus der Familie zwangsversteigert was als möglicher Grund für die Wahl genannt wird.

00:31:56: Belegt ist das nicht zweifelsfrei – ich nenne es als Überlieferung.

00:32:00: Sicher ist, Emmett, der Jüngste war von Anfang an gegen den Plan!

00:32:05: Er hatte Angst, dass einige seiner alten Freunde in der Stadt zu Schaden kommen könnten….

00:32:10: Bob beruhigte ihn.

00:32:11: Es werde überhaupt nicht geschossen, versicherte er.

00:32:13: Alles sei vorbei bevor jemand überhaupt begreife was geschehe.

00:32:17: Bob sollte sich auf die furchtbarste Weise irren!

00:32:34: Wir kommen nun zum Herzstück dieser Folge Zu jenem Morgen der alles beendete.

00:32:50: Ich erzähle Ihnen euch so genau wie die Quellen es erlauben Und sie erlaub'n erstaunlich viel Denn der Überfall von Coffi Will ist einer der best dokumentierten Vorfälle des ganzen wilden Westens.

00:33:01: Vor allem der Bericht des Coffeeville Journal vom siebten Oktober, verfast vom Redakteur David Elliott gilt Historikan als eine der zuverlässigsten zeitgenössischen Schilderungen.

00:33:14: Am Abend des vierten Oktauber schlug die Bandi ihr Lager einige Kilometer westlich von Coffeeville auf.

00:33:20: Die Quellen nennen die Davis Farm beziehungsweise ein Lager am Onion Creek.

00:33:25: Fünf Männer ritten am nächsten Morgen los – die drei Brüder Bob Gret und Emmett Dalton, dazu Bill Powers und Dick Bordwell.

00:33:34: Bordwall trug auch den Spitznamen Texas.

00:33:37: Jack.

00:33:38: Powers wurde unter verschiedenen Namen geführt.

00:33:41: An diesem letzten Ritt waren Bill Doolin, Bitter Creek Newcombe und Charlie Pierce nicht beteiligt.

00:33:48: Sie waren nicht in Koffi Will – das ist wichtig für später!

00:33:52: Kurz nach neun Uhr morgens Nachmanchen Angaben gegen halb zehn ritten die fünf in die Stadt.

00:33:58: Weil sie hier so bekannt waren, hatten sie auf eine vorherrige Erkundung verzichtet.

00:34:02: Zu groß war die Gefahr erkannt zu werden.

00:34:05: Stattdessen verkleideten sich einige von ihnen.

00:34:08: Zwei der Dolpens trugen falsche Bärte – nach manchen Berichten auch Parücken!

00:34:13: Sie ritten durch den ruhigeren Teil der Stadt heran und wollten ihre Pferde an den gewohnten Halteplätzen anbinden.

00:34:19: Hier griff das erste Glied einer Kette von Zufällen, die dem Plan zum Scheitern brachten.

00:34:24: Koffewil war im Aufbruch.

00:34:26: Die Stadt ließ ihre Straßen im Zentrum pflastern, im Zuge dieser Bauarbeiten hatte man genau die Halteplätze also die Pferdestangen abgebaut an denen die Bande ihre Pferde festbinden wollte.

00:34:38: Die Outlaws mussten ihre Tiere stattdessen an einem Zaun in einer schmalen Gasse anbinden – ein Stück Abseiz weiter weg von den Banken!

00:34:46: Es war eine schicksalhafte Notlösung.

00:34:49: Diese Gasse trägt bis heute einen Namen Dead Alley Die Gasse des Todes.

00:34:55: Die fünf Männer stiegen ab und gingen zu Fuß die Gasse hinunter, drei voran zwei dahinter.

00:35:01: Sie überquerten einen offenen Platz – doch die Verkleidung half nichts!

00:35:05: Als sie aus der Gasse traten, ging sie auf wenige Schritte an einem Mann vorbei in den Quellen-Elec McKenner genannt.

00:35:11: McKenna erkannte in einem von ihnen ein Mitglied der Doltenfamilie.

00:35:15: Die Brüder waren hier eben aufgewachsen.

00:35:17: Sie waren fast jedem Mann, jeder Frau und jeden Kind in der Stadt bekannt.

00:35:21: Der Alarm verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

00:35:24: Ein Ruf gelte durch die Straße – die Dolpens rauben die Bank aus!

00:35:30: Doch die Bande war bereits im Inneren….

00:35:31: sie hatte sich aufgeteilt.

00:35:33: Bob und Emmet betraten die First National Bank.

00:35:36: Gwett, Bill Powers und Dick Bordwell gingen in die CM Conan & Company-Bank auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

00:35:43: Zwei Banken zur selben Zeit.

00:35:45: Bob's Traum nahm Gestalt an für wenige Minuten.

00:36:11: In der Condenbank ereignete sich nun eine Szene, die fast schon legendär ist und die in ihrem Kern gut belegt scheint.

00:36:18: Grett und seine Männer verlangten das Geld aus dem Tresor – doch ein nervenstarker Bank-Angestellter, in vielen Berichten C.M.

00:36:25: Ball genannt, setzte alles auf eine einzige Kühnelüge!

00:36:29: Er erklärte den Räubern der Tresore aber einen Zeitschloss und lasse sich erst in einigen Minuten öffnen….

00:36:36: Diese Behauptung war eine Liste.

00:36:37: Ob der Tresor bereits offen war oder die Zeitschlossgeschichte technisch anders lag, wird in späteren Darstellungen unterschiedlich erzählt.

00:36:45: Entscheidend ist – Boyl verschaffte der Stadt Zeit!

00:36:48: Es ist überliefert.

00:36:50: das Grett wartete oder zumindest Zögerte.

00:36:53: Genau dieses Warten war fatal.

00:36:55: Diese wertvolle Minuten gab dem Bürgern von Koffiwild die Zeit, die sie brauchten.

00:37:00: Denn auf der anderen Seite hatte der Alarm bereits Wirkung gezeigt….

00:37:04: Schräg gegenüber von Konderbank lag ein Geschäft, das es bis heute gibt.

00:37:08: Ischem Hardware – Ein Waffen- und Eisenwarenladen.

00:37:12: Genau dorthin strömten nun Männer der Stadt.

00:37:15: Sie griffen sich Gewehre und Munition von den Regalen und bezogen Stellung.

00:37:19: Aus einem friedlichen Ort in dem man diesem Morgen kaum jemand nicht einmal der Marschel eine Waffe getragen hatte wurde binnen Minuten eine bewaffnete Festung.

00:37:28: Die Bürger besetzten Fenster, Türen und Straßen.

00:37:31: sie deckten die Fluchtwege ab.

00:37:33: Koffi Will rüstete sich zur Schlacht.

00:37:36: Als die Banditen erkannten, dass ihr Plan aufgeflogen war blieb ihnen nur die Flucht hinaus aus dem Banken durch einen Hagel aus Blei.

00:37:43: jetzt brach die Hölle los.

00:37:47: Bob und Emmet hatten in der First National Bank mehr Erfolg gehabt als ihre Kameraden gegenüber.

00:37:52: sie hatten etwa einundzwanzig tausend Dollar erbeutet.

00:37:55: Sie versuchten durch den Vordereingang zu entkommen gerieten aber sofort unter Feuer der aufgebrachten Bürger.

00:38:01: Also zogen sie sich zurück und schlüpften durch die Hintertür hinaus.

00:38:05: Bob gab Deckungsfeuer, während Emmet die Beute in der einen das Gewehr in der anderen Hand trug.

00:38:12: In diesen chaotischen Minuten starben Menschen.

00:38:14: Vier Männer aus Koffiwil verloren ihr Leben.

00:38:17: Ihre Namen sind überliefert – ich nenne Sie euch denn Sie gehören in diese Geschichte genauso wie die der Outlaws!

00:38:23: Statt Marshall Charles Connolly Der Bank angestellte Lucius Baldwin der Schumacher beziehungsweise Händler George Cuban und Charles Brown.

00:38:35: Drei von ihnen, Cuban, Brown und Baldwin wurden in der Nähe von Ishams Hardware getötet.

00:38:41: Marshall Connerly starb in jener Gasse die seit Herr Death Ellie heißt.

00:38:45: Es ist überliefert dass Connerley als er nach den ersten Schüssen auf die Straße lief noch das Feuer erwiederte und einen der Räuber traf.

00:38:53: Die genauen Sekunden seines Todes werden in verschiedenen Schilderungen dramatisch erzählt.

00:38:58: Sicher ist, dass er bei der Verteidigung der Stadt starb.

00:39:02: Die Bande selbst wurde regelrecht vernichtet – in und um des Alley fielen Bob Dalton, Greg Dalton und Bill Powers.

00:39:10: Dick Boardwell schaffte es noch sich auf sein Pferd zu retten und aus der Stadt zu reiten….

00:39:15: weit kam er nicht!

00:39:16: Etwa einen halben Kilometer außerhalb des Zentrums brach er tot zusammen.

00:39:21: Vier der fünf Räuber waren tot ….

00:39:23: die ganze Schießerei hatte nur etwa zwölf Minuten gedauert.

00:39:27: In manchen Schilderungen fielen in dieser kurzen Zeitspanne rund zweihundert Schüsse.

00:39:33: Blieb also noch einer, Emmett Dolton der Jüngste – derjenige, der von Anfang an gegen den Plan gewesen war!

00:39:40: Was er in seinen letzten Sekunden der Freiheit tat ist eine der ergreifendsten Szenen der Westerngeschichte und sie gilt in ihrem Kern als gut

00:39:47: bezeugt.".

00:39:49: Emmet saß bereits im Sattel, mit dem sackvoller Geld der First National Bank.

00:39:54: Sein rechter Arm war von einer Gewehrkugel zerschmettert.

00:39:57: Seine Beine waren von einem Schuss gelehmt, der ihm durch Hüfte und Leiste gegangen war.

00:40:02: Er hätte versuchen können zu fliehen!

00:40:04: Doch er sah seinen Bruder Bob am Boden liegen – sterbend oder schon tot.

00:40:09: Emmett ritt zurück.

00:40:12: Beugte sich zu ihm hinab, streckte die Hand aus.

00:40:16: In diesem Moment traf ihn die volle Ladung einer Schrottflinte in den Rücken.

00:40:20: Emmett stürzte aus dem Sattel.

00:40:22: Als die Schießerei vorüber war, lag er auf der Erde durch siebt von Kugel und Schrott.

00:40:28: Die Zahl, die in vielen Quellen genannt wird ist erschütternd – dreiundzwanzig Schusswunden!

00:40:34: Niemand rechnete damit, dass er auch nur die nächste Stunde überleben würde.

00:40:38: Aber Emmet Dolton überlebte… schwer verletzt, kaum noch bei Bewusstsein.

00:40:44: Aber

00:40:44: lebend.".

00:40:45: Und das macht ihn später zum wichtigsten Zeugen dieser Geschichte – denn von allen Männern die an diesem Morgen in Koffiwellen in die Bank gegangen waren war er der einzige, der seine eigene Version noch erzählen konnte!

00:40:59: Ein bemerkenswertes Detail dass Historiker für Plausibel halten.

00:41:03: Emmett beteuerte Zeit seines Lebens, er habe während des gesamten Kampfes keinen einzigen Schuss abgegeben.

00:41:09: Ganz sicher beweisen lässt sich das nicht.

00:41:11: Plausibel ist es dennoch weil er während der Flucht in schweren Geld sagt Huck und sein Arm früh schwer verletzt wurde.

00:41:18: Der Mann, der als Einziger überlebte könnte also ausgerechnet derjenige gewesen sein, der im Feuergefecht am wenigsten oder gar nicht geschossen hatte.

00:41:27: Eine düstere Fußnote noch zu jenem Tag, die zeigt wie die Menschen damals mit solchen Ereignissen umging.

00:41:33: Es gab schon zu Zeiten der Dolpens zu Veneerjäger.

00:41:36: Von den Pferden der toten Outlaws wurden Teile der Mähne und Schweife abgeschnitten – Lederriemen von den Setteln entfernt sogar Stücke aus der Kleidung der erschossenen herausgeschnitten.

00:41:46: Die Totendolpens wurden im Stadtgefängnis aufgebahrt bevor man sie beerdigte.

00:41:51: Dabei entstanden jene berühmten makabren Fotografien der aufgereiten Leichen, die bis heute

00:41:56: existieren.".

00:41:57: Das Geld wurde fast vollständig wiedergefunden.

00:42:00: Ein Sack lag unter dem Körper von Bob Dalton, der auf ihm zusammengebrochen war.

00:42:04: Ein anderer war fest in der Hand eines toten Räubers verkrampft.

00:42:09: Nachdem die Banken am Abend ihre Bücher geprüft hatten, fehlte der Condon Bank nur eine sehr geringe Summe – während die First National nach manchen Berichten sogar einen kleinen Überschuss feststellte!

00:42:20: Der warnwitzige Plan der vier Bürger und vier Outlaws das Leben kostete, hatte den Räubern am Ende praktisch nichts eingebracht.

00:42:49: Gegen jede Erwartung starb Emmett Dolton wie bereits erzählt nicht – er wurde über einer Drogerie behandelt langsam wieder zusammen gepflegt.

00:42:57: Am elften Oktober brachte man ihn ins Bezirksgefängnis nach Independence Kansas begleitet und dass es eine bittere Wolte von seinem Bruder Bill, der nicht am Überfall teilgenommen Emmett's Weg durch die Justiz zog sich.

00:43:13: Noch im Dezember, war er so schwach, dass man ihn für eine kurze Anhörung auf einem Stuhl in den Gerichtssaal tragen musste – denn gehen konnte er nicht!

00:43:23: Im März, begann der eigentliche Prozess abgehaltenem Gerichtsgebäude von Independence in Montgomery County.

00:43:32: Emmet bekannte sich zunächst auf Nichtschuldig.

00:43:35: Dann wurde Druck auf ihn ausgeübt sein Plädoyer zu ändern….

00:43:38: Man drängte ihn, sich des Mordes zweiten Grades schuldig zu bekennen.

00:43:42: Konkret im Fall des Getöteten George Cuban.

00:43:46: Emmett schräubt sie sich – er beteuerte niemanden getötet zu haben!

00:43:50: Am Ende gab er nach.

00:43:52: Am März, am April, bekannte sich Emmett Dolton des Mords zweitengrades schuldigt und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

00:44:00: Überliefert ist dass er erschüttert und unter Tränen gegen die Ungerechtigkeit des Urteils protestierte.

00:44:07: Man brachte ihn in das Staatsgefängnis von Kansas in Lansing, dort verbüßte er seine Strafe und wurde nach allem was berichtet wird zu einem Muster gefangenen.

00:44:16: Dann geschah etwas dass diese Geschichte von vielen anderen Outlaw-Geschichten unterscheidet.

00:44:22: Emmett bekam eine zweite Chance – Nach rund vierzehn Jahren wurde er im Sommer nineteenhundertsieben zunächst auf Bewährung entlassen unter anderem wegen medizinischer Behandlung seiner alten Verletzungen.

00:44:34: Im November war er vom Gouverneur von Kansas etwas hochbegnadigt.

00:44:40: Der Outlaw war ein freier Mann.

00:44:42: Was Emmet aus dieser Freiheit machte, ist fast unglaublich!

00:44:46: Am ersten September, in Barzville, Oklahoma, eine Frau namens Julia Johnson.

00:44:53: Wir kommen gleich noch auf sie zurück – denn auch um sie rankt sich eine Legende.

00:44:57: Das Paar zog später nach Kalifornien.

00:45:00: Dort, in Hollywood, baute sich der einstige Bankräuber ein völlig neues Leben auf.

00:45:05: Er wurde Bauunternehmer und Immobilienmakler – er schrieb Bücher über seine Zeit als Outlaw darunter eines mit dem Titel When the Dalton's Road.

00:45:14: Er schien in den letzten Jahren im Jahr und ging zum Film.

00:45:21: Er trat sogar selbst als Schauspieler auf und wirkte an Verfilmungen seiner eigenen Geschichte mit.

00:45:28: In der Mitte kam Erdbeer in den Städten von Koffewild, wo er die ganze Zeit mit einem Besuch nach Koffiewild zurückkehrte.

00:45:33: Ausgerechnet an den Ort der Katastrophe!

00:45:36: Dort wurde er der einzige Überlebende wie ein Prominenter behandelt.

00:45:40: Bei dieser Gelegenheit ließ er einen Grabstein über dem gemeinsamen Grab von Bob, Gret und Bill Powers auf dem Elmwood Friedhof errichten.

00:45:48: Bis dahin hatte das Grab nur eine halb im Boden versunkene eiserne Pferdestange markiert.

00:45:53: Jene Stange aus Death Alley, an der die Bande einst ihre Pferde angebunden hat – ein bitteres Symbol!

00:46:01: Emmett Dolton starb am dreizehnten Juli in Hollywood im Alter von sechsundsechzig Jahren nachdem er Tage zuvor einen Schlaganfall erlehrten hatte.

00:46:10: Vom blutjungen Outlaw mit zweiundzwanzig Schusswunden im Staub vom Koffewill bis zum Hollywood-Autor, der ein langes Leben führte….

00:46:18: Emmets Weg ist eine der erstaunlichsten Wendungen, die der wilde Westen zu bieten hat.

00:46:43: Doch mit Koffewill war die Geschichte der Doltens noch nicht ganz zu Ende – denn da war ja noch Bill, der vierte Bruder!

00:46:49: Bill hatte an dem Überfall von Koffevill wie ihr wisst nicht teilgenommen.

00:46:53: In den Jahren zuvor wurde er in verschiedenen Berichten eher als Helfer-, Ratgeber- oder möglicher Unterstützer seiner Brüder beschrieben, während er zeitweise bei seiner Mutter in der Nähe vom Kingfisher lebte….

00:47:06: Gleichzeitig ist gerade bei Bill vorsichtig.

00:47:09: Er wurde schon zu Lebzeiten mit vielen Taten in Verbindung gebracht, ohne dass jede dieser Zuschreibungen gleich gut belegt wäre.

00:47:16: Er beklagte sich einmal gegenüber einer Zeitung sinngemäß – man schreibe ihm jede Untat zu ganz gleich was gescheher!

00:47:23: Egal welches Verbrechen begangen werde immer heiße es, Bill Doulton sei dabei

00:47:28: gewesen.".

00:47:30: Nach dem Tod seiner Brüder in Coffeeville wurde Bill Dolton in vielen Berichten mit Bill Doolin und der sogenannten Doolindoltenbande in Verbindung gebracht.

00:47:38: Diese Gruppe wurde später auch als Wild Bunch bezeichnet, sie setzte die Tradition der Raubüberfälle im Oklahoma-Teritorium fort – mit Überfällen, Fluchten & Schiessereien mit Gesetzeshytern.

00:47:50: Bildsbeteiligung an einzelnen Taten wird in den Quellen allerdings unterschiedlich sicher formuliert.

00:47:55: Deshalb ist es sauberer zu sagen, er wurde mit dieser Bande in Verbindung gebracht und galt bald selbst als gesetzloser.

00:48:03: Das Schicksal der Outlaws holte auch ihn ein – am achten Juni, also im damaligen Indianateritorium von Gesetzeshytern gestellt und erschossen.

00:48:15: Auch Bill Doolin, der andere große Name der Nachfolgebande entkam dem Gesetz nicht.

00:48:21: Er wurde immer August, von einer Post unter Deputy Marshall Hecht Thomas getötet in der Nähe von Lawson Oklahoma.

00:48:30: Der Mann dessen Jagd, die Doltens eins zu immer größeren Raubzügen getrieben hatte schrieb damit auch das letzte Kapitel der Nachfollgebande.

00:49:10: Soweit die Ereignisse soweit er belegte Ablauf.

00:49:13: Jetzt im zweiten Teil dieser Folge treten wir einen Schritt zurück.

00:49:17: Wir schauen uns an, was diese Geschichte bedeutet, welche Fragen bis heute offen sind und wo die Legenden beginnen, die sich um die Dolpenbande gelegt haben – denn gerade in diesen offenen Fragen lebt der Mythos!

00:49:29: Die erste große Frage, Wie konnte es passieren, dass eine Bande die Oklahoma anderthalb Jahre lang in Arten gehalten und dem besten Gesetzeshüttern entwischt war ausgerechnet von den gewöhnlichen Bürgern einer kleinen Stadt ausgelöscht wurde?

00:49:44: Die Antwort liegt in einer Verkettung von Faktoren, die wir bereits gehört haben.

00:49:49: Erstens – die Selbstüberschätzung.

00:49:52: Der Erfolg der vorangegangenen Raubzüge hatte die Bande womöglich übermütig gemacht.

00:49:57: Bobs Ehrgeiz etwas zu tun, das niemand vor ihm gewagt hatte, trieb sie in ein unkalkulierbares Risiko.

00:50:03: Zweitens die Vertrautheit, die zur Falle wurde.

00:50:06: Weil die Brüder im Koffeewell aufgewachsen waren, wurden sie sofort erkannt – ihre Verkleidung war zwecklos!

00:50:13: Drittens der bittere Zufall mit den Pferden Die abgebauten Halteplätze zwangen Sie ihre Tiere weiter entfernt anzubinden was dem Fluchtweg verlängerte und sie verwundbar machte.

00:50:24: Viertens – die List des Bankangestellten mit dem angeblichen Zeitschloss, die wertvolle Minuten kostete.

00:50:31: Fünftens – ein bewaffneter Eisenwarenladen direkt am Tatort der die Bürger im entscheidenden Moment mit Gewehren versorgte.

00:50:39: Jeder einzelne dieser Faktoren für sich hätte vielleicht nicht gereicht.

00:50:43: Zusammen ergaben sie eine Katastrophe!

00:50:47: Es lohnt sich hier einen Moment bei den Bürgern zu verweilen….

00:50:50: In vielen Erzählungen über den wilden Westen stehen die Outlaws im Mittelpunkt und die Opfer bleiben Randfiguren.

00:50:55: Doch Koffiewill ist auch Geschichte einer Stadt, die zurückschlug – gewöhnliche Menschen ein Schubacher, ein Bankangestellter….

00:51:02: Ein Marschel und ein Händler griffen zu dem Waffen um ihre Gemeinde zu verteidigen und bezahlten mit dem Leben dafür.

00:51:08: Aus dieser Perspektive ist Koffewill keine Outlaw-Heldensager sondern die Geschichte von Bürgermut und seinem furchtbaren Preis!

00:51:38: Nun zu einem der hartnäckigsten Rätsel dieser ganzen Geschichte.

00:51:42: Einem historischen Fragezeichen, das bis heute nicht vollständig aufgelöst ist Es ist die Frage nach dem sechsten Reiter.

00:51:49: Hier liegt ein merkwürdiger Widerspruch in den Quellen.

00:51:51: Das Coffee Will Journal jene wichtige zeitgenössische Quelle berichtete dass sechs Männer in die Stadt geritten sein.

00:51:58: Andere Zeugen aber waren sich einig, dass beim Erreichen der Stadt nur fünf Männer in der Gruppe gewesen sind.

00:52:04: Fünf Räuber wurden im Kampf getötet oder gefasst.

00:52:07: Wenn es aber sechs waren, wer war der Sechste?

00:52:09: Und was geschah mit ihm?

00:52:10: Entkam er während seine Kameraden starben?

00:52:13: Über diese Frage zerbrechen sich Historiker bis heute den Kopf und es gibt eine ganze Reihe von Verdächtigen!

00:52:19: Lass mich euch einige nennen – ich sage euch gleich dazu, keiner davon ist je zweifelsfrei bestätigt

00:52:25: worden.".

00:52:27: Da ist zum einen Bill Dolton, der vierte Bruder.

00:52:30: Manche hielten ihn für die naheliegendsten Kandidaten.

00:52:33: Er war mit den Brüdern verwandt, wurde später selbst als Outlaw bekannt und hatte Verbindungen in diese Welt.

00:52:39: Doch es gibt keinen belastbaren Beleg der ihn wirklich mit Koffiwil verbindet.

00:52:43: Bevor er achtzehnhundertvier neunzig erschossen wurde, sagte er kein Wort darüber im Koffivill dabei gewesen zu sein – und danach konnte er ja nichts mehr sagen.

00:52:53: Andere nannten Bill Doolin selbst oder George Newcomb Bitter Creek.

00:52:57: auch hier gibt es Spekulationen.

00:52:59: Es gibt sogar einen kuriosen Verdächtigen namens Ali Ogi, der von einer Zeitung fälschlich als ein kommender sechster Räuber genannt wurde.

00:53:06: Woraufhin Ogi einen empörten Leserbrief an das Coffeeville Journal schrieb und klarstellte er habe zur Tatzeit in einer Fleischfabrik in Wichita gearbeitet.

00:53:17: Dann gibt es noch die schillerndsten Spekulationen.

00:53:20: Einen geheimnisvollen Outlaw namens Bugskin Ike Oder einen Aufschneider namens Petschett, der später damit prallte er sei der Pferdehalter der Bande gewesen und in sein Leben geritten als in der Gasse alles schief ging.

00:53:33: Es gab sogar – das führt uns zurück zu den legendären Frauen dieser Geschichte – die Vermutung der sechste Reiter könnte eine Frau gewesen sein.

00:53:42: Eine unwahrscheinliche aber faszinierende Theorie!

00:53:45: Manche dachten dabei an jene Flo Quick, die als Mann verkleidet ritt… Doch es gibt keinerlei Beleg dafür, dass sie an dem Überfall teilnahm.

00:53:54: Das Rätsel des sechsten Reiters bleibt also genau das – ein Rätzel!

00:53:58: Vielleicht war es ein längst vergessener Niemand?

00:54:01: Vielleicht gab es ihn gar nicht und ein einzelner Zeuge hat sich schlicht verzählt.

00:54:05: Wir werden es wohl nie mit Sicherheit wissen.

00:54:07: Gerade diese Ungewissheit hält die Legende am

00:54:10: Leben.".

00:54:33: Wir haben es schon mehrfach gestreift.

00:54:35: Um die Doltenbande ranken sich nicht nur Männergeschichten, sondern auch eine Reihe von Frauenfiguren, die fast vollständig im Reich der Legende angesiedelt sind.

00:54:44: Ich erzähle sie euch weil Sie zum Mythos dazugehören – aber ich erzähle Sie ausdrücklich als Überlieferung, Da ist zum einen wie schon erwähnt Eugenia Moore, die geheimnisvolle angebliche Informantin und mutmaßlich geliebte Bobs.

00:54:59: Möglicherweise eine spätere Ausschmückung, möglicherweise eine Vermischung mit FlowQuick.

00:55:05: Dann gibt es The Rose of Simmeran.

00:55:07: Die Legende erzählt von einem Mädchen aus Ingels, Oklahoma das Bitter Creek Newcombe liebte und dem Tod ins Auge blickte um ihrem belagerten Banditenliebsten mitten im Kugelhagel ein Gewehr zu bringen.

00:55:20: Es ist eine romantische dramatische Geschichte und deshalb sollte man bei ihr besonders vorsichtig sein.

00:55:27: Solche Geschichten von treuen Frauen, die für ihre Outlog-Liebten durchs Feuer gehen gehören zum festen Repertoire der Wildwestromantik und sind historisch oft kaum zu belegen.

00:55:38: Schließlich Julia Johnson – jene Frau, die Emmett Ninzehundertacht tatsächlich heiratete!

00:55:44: Das ist belegt.

00:55:45: aber auch um den Beginn dieser Liebe legte Emmett selbst eine Legende.

00:55:49: Er schrieb, er habe sich in Julia verliebt lange vor dem Überfall als er himmlische Orgelmusik nachgegangen sei die aus einer Landkirche dran.

00:55:58: Eingetreten habe er dort Julia in der Blüte ihrer Jugend entdeckt, Liebe auf den ersten Blick.

00:56:04: Eine schöne Geschichte – nur!

00:56:06: Julias Enkelin sagte später, Julia habe gar nicht Orgel spielen können, keinen einzigen Ton, geschweige denn Engels gleiche Klänge erzeugt.

00:56:14: Ein wunderbares Beispiel dafür wie selbst der Überlebende der Bande an der eigenen Legende

00:56:19: mitwob.".

00:56:21: Es ist auch eine Mahnung an uns genau hinzuhören wer eine Geschichte erzählt und warum.

00:56:27: Es gibt ein Motiv, das sich durch diese ganze Geschichte zieht und dass sie so vielschichtig macht.

00:56:33: Die hauchdünne Grenze zwischen Gesetzeshüter und gesetzlosen bedenkt wie oft sie in dieser Folge verschwommen ist.

00:56:41: fängt Dolton war ein vorbildlicher Lawman der im Dienst starb.

00:56:45: Bob und Gretz trugen denselben Stern, bevor sie ihn ablegten.

00:56:49: Bob nutzte als Outlaw exakt das Wissen über die Lücken im Gesetz, dass er als Deputy erworben hatte.

00:56:55: Am Ende war es wieder ein Gesetzeshüter – Heck Thomas, der den Nachfolgebande zerschlug!

00:57:01: Der Untertitel eines Standardwerks über die Bande bringt es auf dem Punkt.

00:57:05: Lawmen to Outlaws von Gesetzeshütern zu gesetzlosen.

00:57:10: Die Doltens sind kein einfaches Märchen von bösen Räubern.

00:57:13: Sie sind ein Beispiel dafür, wie Schmal in einer Welt ohne gefestigte staatliche Ordnung der Grad zwischen beiden Seiten war und wie leicht ein Mensch von der einen auf die andere Seite geraten konnte getrieben vom Geldnot, von einem Gefühl der Ungerechtigkeit, von familiärer Loyalität, von Zorn.

00:57:58: Eine letzte Hintergrundfrage Warum erinnern wir uns überhaupt an die Doltens?

00:58:03: Es gab im wilden Westen zahllose Banden – viele sind vergessen!

00:58:07: Die Doltends sind es nicht.

00:58:09: Warum?

00:58:10: Ein Teil der Antwort liegt in der schieren Dramatik ihres Endes.

00:58:13: Der Versuch, zwei Banken gleichzeitig auszurauben war so spektakulär und so spektaulär gescheitert, dass er die Fantasie beflügelte.

00:58:22: Mit ihrem letzten Kühenüberfall überquerten die Deutens gewissermaßen die Grenze von der abgelegenen Grenzregion, in der vieles nur bruchstückhaft dokumentiert wurde, hinein in die moderne Nachrichtenwelt.

00:58:33: Plötzlich waren Presse, Telegraph und öffentliche Empörung ganz nah!

00:58:38: Der Überfall von Koffi Will begründete und beendete ihren Ruf zugleich, und machte sie berühmter als sie es je zuvor gewesen waren.

00:58:47: Hinzu kommt Emmet zweites Leben.

00:58:49: Anders als die meisten Outlaws deren Geschichte mit ihrem Tod endete lebte Emmett weiter – er erzählte.

00:58:56: Er schrieb Bücher, ging nach Hollywood beteiligte sich an der filmischen Verarbeitung seiner eigenen Geschichte.

00:59:02: Er machte seinen Ruf als einstiger Wildwestbandit zur Nutze!

00:59:06: Damit hielt er die Erinnerung an die Bande am Leben und formte sie zugleich, mit allem was an Romantisierung und Selbststilisierung dazugehört.

00:59:16: Schließlich wurde die Bende zum Stoff der Popkultur – Sie taucht in Romanen auf, in Filmen, in Fernsehserien!

00:59:22: Die Eagles besangen in der Geschichte in ihrem Stück Doolin Dolton.

00:59:27: In Europa wurden die Dolltons sogar zu Comicfiguren.

00:59:31: In der berühmten Lucky Luke-Reihe wurden sie zu vier identisch aussehenden, unterschiedlich großen Brüdern verzerrt – eine humoristische Erfindung, die mit den historischen Dolltens nur noch den Namen gemein hat!

00:59:43: Ich erwähne das ausdrücklich als das, was es ist.

00:59:46: Fiktion und Unterhaltung weit entfernt von den realen Ereignissen – aber es zeigt wie tief diese Bande sich ins kulturelle Gedächtnis eingegraben hat vom blutigen Staub einer Gasse in Kansas bis in die Zeichentrickfilme späterer Generationen.

01:00:02: Lasst uns die Fäden zusammenführen!

01:00:04: Wir haben eine Familie gesehen, die in einer von gewalt geprägten Grenzregion aufwuchs und über die Verbindung zu den Yangas später Teil eines größeren Outlaw-Mythos wurde.

01:00:14: Wir haben Frank Dolton begleitet – den vorbildlichen Gesetzeshüter dessen Frühjahr tot im Jahr eighteenhundertsiebenachzig.

01:00:21: eine Lückeres!

01:00:22: Wir haben gesehen wie seine Brüder Bob, Gret und Emmett zunächst selbst den Stern trugen und dann getrieben von Anklagen, Geldnot und einem Gefühl der Ungerechtigkeit auf die andere Seite

01:00:32: traten.".

01:00:34: Wir sind ihrem missglückten Anfang in Kalifornien gefolgt, dem tragischen Überfall von Eliila der einen Menschen das Leben kostete und die Brüder zu gejagten machte.

01:00:52: Schließlich standen wir an jenem klaren Oktobermorgen, in Koffiwil, wo Bob's war ein witziger Traum von den zwei Banken in nur etwa zwölf Minuten in einem Blutbad zerbracht.

01:01:03: Das vier Bürger und vier Outlaws das Leben kostete.

01:01:08: Wir haben Emmets erstaunliches zweites Leben gesehen – Von schwer verletzten Überlebenden zum Hollywood-Autor!

01:01:14: Wir haben das Ende der Nachfolgebande um Bildolten und Bildulin verfolgt?

01:01:18: Wir haben einen Nebel geblickt, der diese Geschichte umgibt das ungelöste Rätsel des sechsten Reiters, die legendenumwobenen Frauen Eugenia Moore, Rose of Simeran und Julia Johnson.

01:01:30: Und die hauchdünne Grenze zwischen Gesetz und Verbrechen, die diese Familie immer wieder

01:01:34: überschritt.".

01:01:36: Was bleibt ist das Bild einer Bande, die unsterblich werden wollte – und es auf die denkbar bitterste Weise wurde!

01:01:43: Nicht durch den Triumph dem Bob Dolton sich erträumte, sondern durch das Scheitern.

01:01:47: Koffi willmachte die Dolpens berühmt, indem es sie auslöschte.

01:01:51: Vielleicht liegt darin die eigentliche Lehre dieser Geschichte?

01:01:54: Dass der Wunsch größer zu sein als alle voreimen oft genau in denselben Abgrund führt dem man zur Überspringen hofft.

01:02:26: Das war die Geschichte der Dolpenbande – ihre belegten Taten und die Legenden, die sich um sie gelegt haben!

01:02:33: Ich hoffe ich konnte euch in dieser Folge mit hineinnehmen in jene klare kühle Oktoberluft und an den Rand jener Gasse, die heute Death Ellie

01:02:41: heißt.".

01:02:42: Wenn euch diese Reise gefallen hat, dann freue ich mich über eure Gedanken zur Folge.

01:02:46: Über Kommentare, Nachrichten, Likes und natürlich freue ich sich sehr darüber wenn ihr Chronik der Schatten weiter empfehlt!

01:02:52: Damit helft ihr mir wirklich sehr.

01:02:56: Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr auf Instagram auch dazu stoßt.

01:02:59: Da findet ihr mich unter chronikpunkt der Punkt Schattenunterstrich Podcast und außerdem gibt es jetzt auch schon eine Weile auf YouTube unter dem Namen Kronik der Schatten hinter den Geschichten.

01:03:10: Auch dort freue ich mich über jedes Abo und jede Unterstützung.

01:03:14: also ein Abo dort unterstützt mich wirklich sehr und das kostet euch nichts.

01:03:19: Also ich würd mich wirklich freuen, wenn du mir da eins dalassen würdet.

01:03:22: Hinter jeder Legende, das habt ihr heute wieder gesehen steckt ein wahrer Kern und um jeden wahren Kern wächst mit der Zeit eine Geschichte.

01:03:30: Genau dazwischen im Zwielicht zwischen Beleg- und Erzählung treffen wir uns wieder!

01:03:36: Danke dass Ihr mit mir durch die Schatten gereist.

01:03:38: seid und bleibt wachsam für die Geschichten hinter den Geschichten.

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