Peter Manuel – Das Biest von Birkenshaw REMASTERED
Shownotes
Zwischen 1956 und 1958 erschüttert eine Mordserie Schottland. Im Zentrum steht Peter Manuel, ein Mann, der später als „The Beast of Birkenshaw“ bekannt wird. Die Taten, die ihm zugeschrieben und teils vor Gericht nachgewiesen werden, hinterlassen nicht nur Opfer und trauernde Familien, sondern auch einen Fall, der bis heute Fragen über Ermittlungen, Täterpsychologie, Justiz und Todesstrafe aufwirft.
In dieser remasterten Folge habe ich den Fall komplett neu recherchiert und aufbereitet. Grundlage dieser Episode sind belegbare Fakten, zeitgenössische Presseberichte, historische Fallzusammenstellungen und öffentlich zugängliche Unterlagen zum Verfahren.
Inhalt dieser Folge
- Peter Manuels Herkunft und frühe Straffälligkeit
- die Mordserie in Schottland zwischen 1956 und 1958
- der Fall William Watt und der beinahe tödliche Justizirrtum
- die Ermittlungen rund um William Muncie
- Geständnis, Prozess und Hinrichtung
- die Nachwirkung des Falls bis heute
Triggerwarnung
Diese Folge behandelt Mord, sexuelle Gewalt, Gewalt gegen Familienmitglieder, Gewalt an jungen Opfern sowie einen Justizirrtum im Umfeld eines Kapitalverfahrens.
Quellenbasis dieser Folge
Diese Folge basiert auf amtlichen Unterlagen, archivierten Ermittlungs- und Gerichtsquellen, zeitgenössischer Presseberichterstattung sowie späteren historischen Aufarbeitungen zum Fall Peter Manuel. Überlieferungen, spätere Erinnerungen und Zeugenberichte sind im Skript an den jeweiligen Stellen als solche eingeordnet.
Verwendete Quellen:
- High-Court-, Crown-Office- und weitere Archivunterlagen zum Fall Peter Manuel
- Glasgow Police Museum / Strathclyde Police Archive: The Manuel Murders 1956–58
- William Muncie: Introduction to a Mass Murderer: Peter Manuel (The Police Journal, 1971)
- William Muncie: The Crime Pond (1979)
- Allan M. Nicol: Manuel: Scotland’s First Serial Killer (2008)
- John Bingham: The Hunting Down of Peter Manuel (1973)
- zeitgenössische Presseberichte, unter anderem aus The Glasgow Herald, The Scotsman, The Daily Record, The Daily Telegraph und weiteren britischen Zeitungen ergänzende Fallübersichten und historische Rekonstruktionen, darunter Capital Punishment UK, Crime + Investigation UK, Dark Scotland und Old Glasgow Murders
Transparenzhinweis:
Aussagen über Manuels Persönlichkeit, sein Auftreten und seine Wirkung auf andere beruhen auf Zeugenaussagen, Polizeiberichten, zeitgenössischen Pressequellen und späteren historischen Darstellungen. Sie sind quellenbasiert, aber nicht mit klinischen Diagnosen gleichzusetzen. Die Diskussion um seine mögliche psychische beziehungsweise neurologische Verfassung wird in dieser Folge deshalb bewusst als umstrittene spätere Deutung eingeordnet.
Musik-, Stimm- und Produktionsrechte Gesprochener Text, Stimme, Skript, Bearbeitung und Produktion dieser Episode liegen – soweit nicht anders angegeben – bei mir.
Die Musik dieser Folge wurde von mir selbst erstellt. Verwendete KI-gestützte Musik und musikalische Elemente wurden mit Suno erstellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag mir die entsprechende Nutzungslizenz vor.
Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor.
Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet.
Hinweis
Diese Episode dient der dokumentarischen und journalistisch erzählten Aufarbeitung eines historischen Kriminalfalls. Ziel ist eine faktenbasierte Darstellung auf Grundlage der verfügbaren Quellen.
Danke, dass ihr mit mir durch die Schatten reist.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Willkommen zurück in Chronik der Schatten.
00:01:02: Wenn ihr heute zum ersten Mal dabei seid, freue ich mich dass ihr eingeschaltet habt und wenn ihr schon länger dabei seid dann wisst ihr was euch erwartet Geschichten und Hintergründe aus dem Dunkel der Geschichte, Mythen, Legenden – und heute ein sehr realer Fall, der Schottland für immer verändert hat.
00:01:20: Diese Folge ist Folge drei!
00:01:22: Sie ist eine Remastered Version, denn ich war mit meinen frühen Folgen der Qualität unter Tiefe der Aufbereitung nicht zufrieden.
00:01:29: Ich habe das Material von Grund auf Neuerarbeitet vollständiger präziser näher an dem was wirklich geschehen Und das schulde ich den Menschen, um die es in diesen Geschichten geht.
00:01:46: Achtung Triggerwarnung.
00:01:48: Diese Folge behandelt Mord, sexuelle Gewalt Die Erschießung von Familienmitgliedern Darunter Kinder sowie ein Beinahjustiz-Irtum der in eine Hinrichtung hätte münden können.
00:01:59: Wenn diese Themen für euch gerade nicht der richtige Moment sind ist das vollkommen verständlich.
00:02:05: Ihr könnt diese Folge jederzeit pausieren oder auf einen anderen Zeitpunkt verschieben.
00:02:15: Für alle die bleiben kommt hier wie immer ein kurzer Hinweis, wie ich bei Chronik der Schatten arbeite.
00:02:20: Ich stütze mich auf belegbare Fakten, auf Gerichtsakten zeitgenössische Presse-Dokumente, Polizeiberichte und anerkannte historische Quellen!
00:02:29: Wenn etwas auf Zeugenaussagen basiert, die im Nachhinein gesammelt wurden oder wenn etwas aus zweiter Hand überliefert ist sage ich euch das.
00:02:37: Fangen wir also jetzt mit der Geschichte.
00:02:48: spät in der die Leute ihre Türen nicht abschlossen, indem man abends ohne Begleitung zur Bushaltestelle lief.
00:02:57: In der man einem Taxi vertraute dass man am Straßenrand anhielt, in der das Böse ein Gesicht haben musste und in der es keines hatte.
00:03:06: Was in den jahren in Schottland geschieht erschüttert eine ganze Nation vor allem weil es so nah ist, so vertraut, so nah am eigenen Alltag.
00:03:17: Von einem Mann den die Nachbarn kannten, von einem Mann der im Papp Rundenschmiss und über das Wetter redete.
00:03:23: Von einem mann, der einen Polizisten mitnahm in dem Auto dass er seinen Opfern gestohlen hatte.
00:03:29: Die Presse nennt ihn The Beast of Burgenshow.
00:03:33: Sein Name ist Peter Manuel.
00:03:35: Peter Thomas Anthony Manual wird im März hier im Miserycordia Hospital in Manhattan New York geboren.
00:03:44: Er ist das zweite von drei Kindern von Samuel und Bridget Manual, schottischen Einwandern die in den neunzehntundertzwanziger Jahren in die Vereinigten Staaten gegangen sind.
00:03:54: Wie so viele andere in der Hoffnung auf ein besseres Leben?
00:03:57: Zunächst versucht die Familie in Detroit Michigan Fuß zu fassen.
00:04:01: Samuel arbeitete in einer Autofabrik – Bridget als Hausangestellte!
00:04:06: Doch mit dem Börsen Crash von neunzenthundertneinzwanzig bricht diese Hoffnung Stück für Stück weg….
00:04:12: Die Wirtschaftskrise trifft Einwandererfamilien besonders hart.
00:04:15: Samuel erkrankt, die Familie verliert ihre Unterkunft und am Ende bleibt von dem erhofften Neuanfang in Amerika nicht viel übrig.
00:04:25: Da ist Peter fünf Jahre alt, kehren die Manuals nach Schottland zurück.
00:04:29: Sie lassen sich zunächst in Motherwell Nida einer Industriestadt in Lenoxshire südöstlich von Glasgow.
00:04:36: Peter wächst mit einem breiten amerikanischen Akzent auf!
00:04:39: in einer Umgebung, in der so etwas sofort auffällt.
00:04:42: In der anders sein sichtbar ist und in der Kinder grausam sein können.
00:04:47: zu dem, der nicht ganz
00:04:48: dazugehört.".
00:05:07: Von da an ist er nie wirklich weg von der Justiz.
00:05:10: Besserungsanstalten, Genehmigungsschulen – immer wieder kurze Freiheitsphasen.
00:05:15: Sein Bewährungshelfer, das es durch behördliche Dokumente in dieser Zeit belegt, beschreibt ihn als den Jugendlichen mit der schlimmsten Kriminalakte die er je gesehen hat.
00:05:24: und das ist eine Feststellung keine rückwirkende Einschätzung nach dem
00:05:28: Morden.".
00:05:29: Mit fünfzehn Jahren begeht Manuel seinen ersten dokumentierten Gewaltakt.
00:05:34: Er dringt in ein Haus ein und schlägt einer schlafenden Frau mit einem Hammer auf den Kopf.
00:06:02: Ein junger Detective Constable namens Williams Manzi gehört zu den Beamten, die das Haus nach dem Einbruch durchsuchen.
00:06:10: Sie entdecken dabei sogar einen Dachbodenraum mit einer Schlafgelegenheit – gehen aber davon aus, dass niemand mehr dort ist!
00:06:17: Später fällt Manzi auf, daß er eine Tasse in der Küche vergessen hat, die einen Fingerabdruck tragen könnte….
00:06:23: Er kehrt zum Haus zurück.
00:06:25: In diesem Moment sieht der Peter Manuel aus dem Gartentreten.
00:06:32: Manuel hat sich hinter einer Holzverkleidung im Dachboden versteckt, während die Polizei das Haus durchsuchte.
00:06:38: Während er wegen des Einbruchs vom sechzehnten Februar nineteenhundert sechsundvierzig auf seinen Prozess wartet und auf Kaution frei war verübte Manuel nach späteren polizeilichen Darstellungen drei Angriffe auf Frauen.
00:06:50: in einem dieser Fälle vergewaltigte er eine schwangere Frau.
00:06:54: vor Gericht führte er seine Verteidigung selbst und er hielt dafür sogar das ausdrückliche Lob des Richters.
00:07:01: Nach Darstellung des Glasgow Police Museums wurde er schließlich zu acht Jahren Haft im Peterhead Prison verurteilt.
00:07:08: Nach seiner Entlassung aus dem Peterhead-Prison, Anfang der nineteenhundertfünfziger Jahre kehrt Manuel nach Lennoxshire zurück.
00:07:16: Er ist sechsundzwanzig Jahre alt und hat fast ein Jahrzehnt Haft hinter sich.
00:07:21: Seine Eltern wohnen inzwischen in Burgenshow – einem kleinen Ort bei Eddingston, östlich von Glasgow.
00:07:28: Birkinshow ist ein Name, der später untrennbar mit Peter Manuels verbunden sein wird.
00:07:35: Manuel ist nur etwa eine Meter dreiundsechzig groß und schmal gebaut.
00:07:39: Spätere Darstellungen beschreiben ihn als jemanden, der nach außen selbst sicher auftritt und sich stark an amerikanischen Gangsterbildern orientiert.
00:07:48: Er scheint gefallt in dem Gefühl von Kontrolle und Überlegenheit gefunden zu haben.
00:07:58: Die Hochzeit ist für den dreißigsten Juli geplant.
00:08:01: Kurz davor löst Anna aber die Verlobung, nachdem sie von seiner Vorstrafe erfahren hat.
00:08:07: Noch am selben Tag entführt Manuel die neunzwanzigjährige Mary MacLorlan.
00:08:12: Er bedroht sie mit dem Tod und greift sie an – MacLORLAN kann entkommen!
00:08:17: Später wird sie als einzige Überlebende bezeugen wozu er fähig ist.
00:08:29: Es ist der zweite Tag des Jahres nineteenhundertsechsundfünfzig ein winterlicher Abend.
00:08:35: Anne Neelands, siebzehn Jahre alt aus East Kilbride geht an diesem Abend tanzen.
00:08:40: Sie läuft von einem Freundeshaus los – sie kommt nicht nach Hause!
00:08:45: Am vierten Januar, nineteenhundertsechsemfünfzig, einem Mittwoch findet ein Spaziergänger namens George Gibben ihren Körper auf dem Golfplatz von East Kilbright in einem bewaldeten Bereich Capricops genannt.
00:08:58: Anne Nealand ist nach den Ermittlungen sexuell misshandelt und mit einem Eisenstab erschlagen worden.
00:09:04: Die Gewalt, die an ihr angewendet wurde, ist nach dem Befund der ermittelnden Beamten außergewöhnlich brutal.
00:09:10: Spuren im Schlamm deuteten daraufhin dass Anne noch über mehr als vierhundert Jahrts also etwa dreihundertsechzig Meter um ihr Leben gelaufen war.
00:09:19: Peter Manuel arbeitet zu dieser Zeit als Gasinstallateur in der Nähe.
00:09:23: Ein Kollege seiner Arbeitsgruppe fällt später gegenüber einem Beamten auf, dass Manuel nach dem zweiten Januar frische Kratzer im Gesicht hatte.
00:09:31: Kratzern die vorher nicht da waren.
00:09:34: Als bekannter Sexualstraftäter wird Manuel von Detective Chief Superintendent Henry befragt.
00:09:42: Sein Vater Samuel Manual liefert ihm ein Alibi.
00:09:45: Es gibt keine weiteren Beweise.
00:09:47: Manuel wird entlassen.
00:09:50: Zwei Jahre später gesteht er den Mord an Anne Nieland.
00:09:53: Beim Prozess in den letzten Jahren entscheidet Richter Lord Cameron, den Geschworenen eine Verurteilung in diesem Punkt nicht zu empfehlen wegen Beweismangels.
00:10:03: Ennieland erscheint in keinem Urteilspruch nur im Geständnis.
00:10:09: In dem Monaten nach Ennilands Tod wird Manuel wegen mehrerer Einbrüche auf Kaution gesetzt – er ist frei aber auf Bewährung!
00:10:17: Es ist dieser Zeitraum auf Kauzionen indem er die nächsten Morde begeht….
00:10:21: Am fünfzehnten September neunzehntundertsechsemfünfzig wird die Polizei zu einem Einbruch in Boswell gerufen.
00:10:28: Am Abend darauf folgt ein weiterer Einbruchs in der Fansbank Avenue Achtzen, in Burnzeit.
00:10:34: Das Muster ist jedes Mal dasselbe Lebensmitteldosen werden auf den Teppich geworfen Fußabdrücke auf der Bettwäsche hinterlassen Bargeld und Schmuck gestohlen.
00:10:44: Die Polizei erkennt die Handschrift aber ein Täter wird nicht gefasst.
00:10:49: Am siebzehnten September werden Beamte zur fünften Flansbank Avenue gerufen.
00:10:54: Dort beginnt das schlimmste Kapitel dieser Geschichte!
00:10:57: Die Haushaltshilfe.
00:10:59: Helen Collinson war an diesem Morgen am Haus angekommen, hatte die zugezogenen Vorhänge bemerkt und eine eingeschlagene Glasscheibe in der Eingangstür gesehen.
00:11:08: Im Haus in der Fansbank Avenue V schliefen in dieser Nacht drei Frauen – Marion Watt, forty-fünf Jahre alt, die Hausherrin.
00:11:16: Ihre Tochter Vivian, sechzehn und Merriant Schwester Margaret Brown, einundvierzig zu Besuch.
00:11:24: Merriants Ehemann William Watt ist nicht Zuhause – er ist auf einem Angelurlaub in Edric Shack an der Westküste Schottlands rund einenhundertvierzig Kilometer entfernt.
00:11:34: Manuel bricht in das Haus ein….
00:11:37: Er erschießt alle drei Frauen in ihren Betten Kopfschüsse aus nächster Nähe während sie schlafen.
00:11:43: Vivian wird zusätzlich sexuell misshandelt.
00:11:46: Die Tatwaffe ist eine Schusswaffe.
00:11:48: Die Opfer hatten keine Chance.
00:11:51: Als die Leichen am folgenden Morgen entdeckt werden, beginnt das was man heute als ein nahezu klassisches Beispiel für einen Justiz-Irtum bezeichnen würde.
00:12:00: William Watt der abwesende Ehemann wird zum Hauptverdächtigen.
00:12:18: Die Ergebnisse dieser Tests sind nicht eindeutig.
00:12:21: Der Benzinstand in Watts Auto gibt keinen klaren Beweis, es gibt keine Aufzeichnungen über Tankstops auf dem Weg.
00:12:29: Trotzdem zwei Zeugen – ein Fairführer und ein anderer Autofahrer identifizieren William Watt bei einer Gegenüberstellung als jemanden der in der betreffenden Nacht diese Route gefahren ist.
00:12:41: Das reicht!
00:12:42: William Watt wird verhaftet.
00:12:45: Er wird angeklagt wegen Mordes an seiner eigenen Frau, seiner eigenen Tochter und seiner Schwägerin.
00:12:51: Schottland hat in dieser Zeit die Todesstrafe auf den Mord an drei eigenen Familienangehörigen steht im schlimmsten Fall der Galgen.
00:13:03: Als Marion Watt, Vivian Watt und Margaret Brown ermordet werden ist Peter Manuel wegen eines Einbruchs auf Kaution auf reim Fuß.
00:13:13: Erst später wird er in diesem Einbruchfall verurteilt und kommt ebenfalls ins Balini Prison.
00:13:19: Dort kreuzen sich sein Weg und der von William Watt erneut.
00:13:23: Er lässt William Wott über Kontakte ausrichten – er wisse wer der echte Täter sei!
00:13:30: Die Briefe enthalten Informationen über den Tatort und die Tatumstände, die nur jemand kennen kann, der dabei war.
00:13:39: Dodle liest die Briefer.
00:13:41: Er ist überzeugt.
00:13:42: Manuel ist der Täter.
00:13:44: Die Polizei befragt Manuel daraufhin?
00:13:46: Er schweigt!
00:13:48: Nach siebenundsechzig Tagen bricht der Fall gegen William Watt zusammen.
00:13:51: Die Zeugenidentifizierungen erweisen sich als unzuverlässig – Watt wird entlassen.
00:13:57: Aber seine Frau ist tot.
00:13:58: Seine Tochter ist tot….
00:14:00: Seine Schwägerin ist tot.
00:14:02: Und er hat siebenundsechzig Tage in Untersuchungshaft gesessen, beschuldigt Sie getötet zu
00:14:07: haben.".
00:14:08: Wie tief ihn diese Zeit getroffen hat zeigt sich noch Jahre später.
00:14:12: In den letzten Jahren wird sein Fall sogar im britischen Parlament erwähnt – dort ist von großem Leid und geschäftlichem Schaden die Rede.
00:14:21: Nach dem Wortmorden verbüßt Manuel seine Einbruchsstrafe.
00:14:25: Er sitzt also im Balini.
00:14:27: Er ist für achtzehn Monate weg von der Straße.
00:14:30: Für achtzehn Monate passiert in Lennocshire also nichts, das ihm zuzuordnen ist.
00:14:36: Im November nineteenhundertsiebenundfünfzig wird er entlassen.
00:14:50: Im Dezember neunzehundertsebeneufzig – also nur einen Monat nach seiner Entlassung fährt Manuel nach Newcastle upon Tyne!
00:14:59: Er sucht Arbeit so gibt es an.
00:15:01: Am achten Dezemba steigt er in das Taxi von Sidney Dunn.
00:15:05: Sechs und dreißig Jahre alt verheiratet Familienvater Dann nimmt ihn als Fahrgast auf, nachdem er ihn am Newcastle Central Railway Station aufgelesen hat.
00:15:16: Dans Taxi wird später auf einem abgelegenen Moorweg zwischen Stanep und Edmund Byers in County Durham gefunden.
00:15:25: Sidney Dunn wurde in den Hinterkopf geschossen während er am Steuer saß.
00:15:29: Anschließend wurde ihm die Kehle aufgeschlätzt.
00:15:32: Sein Körper liegt neben dem Fahrzeug das in einem Graben gelandet ist.
00:15:36: Forensische Ermittler finden später einen braunen Knopf im Taxi, passend zu einem fehlenden Knopf an Manuel's Jacke.
00:15:43: Gelbe und rote Fasern und Grasflecken die zu seiner Kleidung passen werden am Tatort gesichert.
00:15:49: Zwei Taxifahrer aus der Region identifizieren Manuel bei einer Gegenüberstellung als eine verdächtige Person, die kurz vor dem Morden in der Gegend gesehen wurde.
00:15:59: Manuel kehrt nach Lenoxcher zurück bevor dann gleiche gefunden wird.
00:16:04: Zu einer Anklage gegen Manuel in diesem Fall kommt es nicht.
00:16:08: Da die Tat in England begangen wurde, wäre dafür ein eigenes Verfahren dort erforderlich gewesen.
00:16:14: Die Nostumbria Police ist deshalb beim Prozess in Glasgow anwesend – im Fall eines Freispruchs in Schottland hätte sie Manuel anschließend übernehmen können.
00:16:37: Isabel Cook wohnt in Carrick Drive, Mount Vernon östlich von Glasgow.
00:16:43: Sie ist siebzehn Jahre alt.
00:16:45: An diesem Abend hat sie sich mit ihrem Freund Douglas Brighton verabredet.
00:16:49: Sie wollen gemeinsam zu einem Tanz in der Eddingson Grammar School gehen.
00:16:59: Isabel trägt an diesem Abend einen blauen Regenmantel, ein blau-weißes Kleid, ein Kopftuch mit einer Frankreichkarte als Muster, Ohringe in Form des Eifelturms und Nylonstrümpfe.
00:17:10: Sie hat eine Becherhandtasche dabei – mit ihren Tantschuhen drin, einer Kosmetiktasche und etwas Kleingeld.
00:17:17: Sie nimmt eine Abkürzung durch einen Fußweg nahe dem Bahndamm.
00:17:21: Douglas Briden wartet vor der Halle, fortyfünf Minuten lang.
00:17:28: Ihr Vater William Cook meldet sie am Sonntag, den neunzwanzigsten Dezember bei der Polizei als vermisst.
00:17:34: Unter den leitenden Beamten der Suche sind Detektive-Inspector John Ray und Chief-Inspektor William Manzi.
00:17:41: Ausgerechnet an dem Tag, an dem Isabel als Vermisst gemeldet wird, geht Detektiv-Schief Superintendent James Hendry in den Ruhestand.
00:17:51: Am Nachmittag des selben Tages finden Beamte ihre Geldbörse auf dem Bahndamm nahe der Barakney Road Bridge.
00:17:58: In den folgenden Stunden werden gefunden, ihr Unterrock, ihr Mantel, ihre Branche, ihre Unterwäsche, ihre Handtasche und ihre Kosmetik verstreut an mehreren Stellen entlang des Fußweges.
00:18:11: Später wird dieser Fundzusammenhang als auffällig bewertet.
00:18:15: Die verstreuten Gegenstände von Isabel Cook lagen so, dass sich nahezu eine Linie vom Haus der Cooks in Richtung des Manual Houses ziehen ließ – mehr lässt sich daraus belastbar nicht ableiten.
00:18:28: Ihr Körper wird nicht gefunden!
00:18:30: Tauchteams durchsuchen Gewässer in der Umgebung… nichts.
00:18:34: Manual hat Isabel Cooke auf dem Fußweg abgefangen, vergewaltigt und ertrosselt.
00:18:40: Er vergräbt ihren Körper in einem Feld unweit seines Hauses, wo genau weiß in diesem Moment niemand außer ihm.
00:19:00: In den frühen Stunden des ersten Januar, in der Schippern-Road Eddington einbricht Peter Manuel.
00:19:22: Er erschießt alle drei mit einer Beretterpistole – Kopfschüsse aus nächster Nähe!
00:19:28: Während sie schlafen?
00:19:29: Es ist dieselbe Methode wie bei Familie Wott.
00:19:32: Die Körper der Familie Smart werden erst am sechsten Jannuart, in dem er in den Norden kam.
00:19:37: Fünf Tage nach den Morden Entdeckt wird das Verbrechen nach dem Pietersmart am Montagmorgen nicht zur Arbeit erscheint.
00:19:45: Die Post sammelt sich, niemand reagiert und nichts bewegt sich im Haus in der Shipburn Road-Authn-Dreißig oder doch?
00:19:54: Nachbarn berichten dass die Vorhänge sich verändern, dass Lichter ab und an angehen – die Ermittler rekonstruieren später.
00:20:01: Peter Manuel kehrt in den Tagen nach dem Mord immer wieder ins Haus zurück.
00:20:06: Er ist die übrig gebliebenen Hockman-Nay-Speisen, er trinkt und erfüttert die Katze der Familie.
00:20:12: Er lebt im Haus, indem die drei Toten liegen.
00:20:15: Dann stiehlt er mehrere neue Fünffundbanknoten.
00:20:20: Peter Smart hatte sie kurz vor Silvester von seiner Bank abgehoben für einen geplanten Familienurlaub.
00:20:26: Manuel nimmt außerdem den Familienwagen und fährt damit durch die Gegend!
00:20:31: Auf einer dieser Fahrten bietet Manuel einem Polizeibeamten eine Mitfahrt an.
00:20:37: Der Beamte nimmt sie an, ohne zu wissen wen er vor sich hat.
00:20:41: Manuel fährt ihn ein Stück des Weges und sagt dabei die Polizeisuche an den falschen Stellen.
00:20:48: Er weiß nicht, dass dieser Mann auch die drei Menschen getötet hat denen das Auto gehört.
00:21:20: Es gibt in der Geschichte eine zweite Hauptfigur – ein Mann den man nicht entkommen kann wenn man sich mit Peter Manuel beschäftigt.
00:21:27: Ein Mann, der ihn zum ersten Mal aus dem Augen verliert.
00:21:33: Detective William Manzi, geboren in Kalug-Lenökscher.
00:21:38: Er beginnt seine Karriere als Polizist der Lanarkshire Constabulary mit einundzwanzig Jahren.
00:21:46: Methodisch, geduldig und hartnäckig.
00:21:48: Er ist derjenige, der in den letzten Jahren in das Haus zurückgeht weil er eine vergessene Tasse gesehen hat und dadurch Peter Manuel zum ersten Mal fast.
00:21:58: Die beiden kennen sich seitdem über einen Jahrzehnt.
00:22:02: Manuel sendet Manzi in dieser Zeit Geburtstagskarten und Weihnachtskarten.
00:22:06: Das ist durch verschiedene Quellen belegt.
00:22:09: Als wären sie alte Bekannte, als wäre das Spiel, dass zwischen ihnen läuft eine Art umgekehrter Respekt.
00:22:16: Manzi leitet die Ermittlung zu den Wattmorden von Anfang an – er weiß wer es war aber hat keine Beweise und ohne Beweise kann er nichts tun!
00:22:25: Siebenundsechzig Tage sitzt der falsche Mann im Gefängnis während Manzi mit verschränkten Händen warten muss….
00:22:32: Als die Smart-Morde am sechsten Januar fünftig entdeckt werden und der Polizeichef von Lennoxshire das CID, der statt Glasgow um Verstärkung bittet geht es schnell.
00:22:42: Detektiv Superintendent Alex Brown und Detektiveinspektor Tom Goodell werden dem Fall zugeteilt.
00:22:50: Acht Tage später ist Manuel verhaftet.
00:22:53: Das entscheidende Anmenjuls Fall ist, dass er sich am Ende selbst verrät.
00:22:57: Nicht aus Reue – nicht durch einen klassischen Fehler, sondern weil er sich für unangreifbar hält!
00:23:03: Er bezahlt in Kneipen im East End von Glasgow mit nagelneuen Fünffundschein.
00:23:08: Neue Banknoten in durchlaufend numerierten Serien sind in dieser Zeit ungewöhnlich.
00:23:14: Es gibt keine Geldautomaten.
00:23:16: Ein Barmann der die Mordberichte in den Zeitungen gelesen hat wird misstrauisch.
00:23:20: Er kontaktiert die Polizei.
00:23:22: Die Seriennummern werden zurückverfolgt.
00:23:25: Die Noten stammen aus dem Bestand, den Pietersmart kurz vor Silvester von seiner Bank abgehoben hatte – die Verbindung zu den Smart-Morden ist hergestellt.
00:23:36: Am frühen Morgen bis Vierzehnten Januar, in Börgenschow rückt die Polizei zum Haus der Familie Manuel aus.
00:23:43: Sie haben ein Haftbefehl.
00:23:45: Formal wegen des Einbruchs ins Haus der Familien McMahon in Eddingston am vierten Januar?
00:23:51: und wegen des Verdachts auf Mord an der Familie Smart.
00:23:55: Manuel schläft, als sie ankommt.
00:23:57: Ein Beamter verließ den Haftbefehl am Manuals Vater.
00:24:01: Manuel wird wach – wird laut!
00:24:04: Ihr habt noch nichts gefunden?
00:24:05: Ihr könnt mich nicht mitnehmen.
00:24:07: Doch dann geht er freiwillig
00:24:09: mit.".
00:24:10: Er wird ins Polizeipräsidium von Belschild gebracht.
00:24:13: Um dreiundzwanzig Uhrzehnte selben Abend wird er formell das Mordes an der.
00:24:20: Die Polizei lässt ihn fast vierundzwanzig Stunden allein sitzen.
00:24:24: Sie kennen ihn, sie wissen das er Aufmerksamkeit braucht – dass das Schweigen für ihn unerträglicher ist als jede Befragung.
00:24:32: Und tatsächlich!
00:24:33: Manuel ruft aus seiner Zelle «Er wolle helfen», einige ungeklärte Fälle aufzuklären.
00:24:38: Am fünften Januar nineteenhundertachtenfünfzig um fünfzehn Uhr betreten Inspector Robert McNeill und Detective Inspector Tom Goodell seine Zelle.
00:24:48: Manuel macht ein Angebot.
00:24:50: Wenn sein Vater Samuel freigelassen wird, in dessen Zimmer Gegenstände aus einem Einbruch in Mount Vernon gefunden worden waren und der deshalb wegen Helerei festgehalten wird, legt er alles offen.
00:25:02: Was folgt ist eine Reihe von Geständnissen die sich über Stunden hinziehen.
00:25:07: Anne Nealand, die Familie Watt Isabel Cook Die Familie Smart Acht Morde insgesamt.
00:25:13: Dem Mord an Sidney Dunne erwähnt Manuel nicht.
00:25:17: Er bestreitet ihn bis zuletzt.
00:25:20: Noch in derselben Nacht kurz vor Mitternacht führt Manuel die Beamten auf ein gepflügtes Feld in Mount Vernon.
00:25:26: Er geht langsam über das gefrorene Erdreich, hält inne schaut auf den Boden.
00:25:32: I think she is here!
00:25:34: I think i am standing on her now.
00:25:37: Ich glaube sie ist hier.
00:25:38: ich glaube ich stehe gerade auf ihr.
00:25:42: Isabel Cook wird unter dem gefrorenen Boden gefunden.
00:25:46: Sie ist seit dem achtzwanzigsten Dezember dort.
00:25:48: Fast drei Wochen lang hat ihre Familie nicht gewusst, wo sie ist.
00:25:53: Am nächsten Tag führt Manuel die Polizei auch zum River Clyde.
00:25:58: Er zeigt ihnen, wo er die Tatwaffen ins Wasser geworfen hat.
00:26:01: Taucher holen zwei Pistolen einen Wäppli-Revolver verwendet bei den Whatmorden und eine Beretta verwendete bei den Smart Morden.
00:26:10: Aus dem River Kolda wird ein Eisenstab geborgen – Die Mortwaffe für Aniland.
00:26:32: Am zwölften Mai, May, wird das Verfahren HM Advocate versus Peter Manuel am Glasgow High Court eröffnet.
00:26:42: Richter ist Lord Cameron.
00:26:45: Die Anklage lautet auf Achtmorde.
00:26:47: Manuals Anwaltsteam Harold Leslie W R Greif und A M Morrison plädiert oft nicht schuldig.
00:26:55: Die zuvor abgelegten Geständnisse werden zurückgezogen.
00:26:59: Manuel behauptet, sie seien unter Zwangzustande gekommen weil die Polizei seinen Vater als Druckmittel benutzt habe.
00:27:06: Das Interesse an dem Verfahren ist Beispiellos.
00:27:09: Hunderte von Menschen stehen jeden Morgen Schlange um einen Platz im Zuschauerbereich zu ergattern.
00:27:14: Schon um fünf Uhr morgens reichen die Schlangen bis zum Glasgow Cross einem der ältesten Plätze der Stadt fast zwei Kilometer vom Gerichtsgebäude entfernt.
00:27:23: Die Presse nennt das Verfahren den Trial of the Century.
00:27:27: Reporter aus dem ganzen Land sind anwesend.
00:27:30: Gleich zu Beginn des Prozesses setzt Manuel noch durch seine Anwälte vertreten eine Spezialverteidigung ein, er behauptet jemand anderes habe die Wattmorde begangen – dieser Jemand William Wott der Ehemann und Vater, der bereits siebenundsechzig Tage zu Unrecht in Untersuchungshaft gesessen hat.
00:27:49: Es ist ein in Schottland äußerst ungewöhnlicher Schritt.
00:27:52: William Watt wird als Zeuge geladen.
00:27:55: Er war in der Zwischenzeit in einen Autounfall verwickelt worden und erscheint an diesem Tag auf einer Trage, verletzt aber entschlossen auszusagen.
00:28:03: was er dem Gericht schildert ist die Geschichte eines Mannes der seine Familie verloren hat und der dann beinahe auch noch sein Leben verloren hätte durch ein Justizsystem das ihn fast als Täter abgeurteilt hätte.
00:28:18: Am neunten Prozesttag tut Peter Manuel etwas, dass selbst im Rahmen dieses bereits außergewöhnlichen Verfahrens außergewönlich ist.
00:28:26: Er entlässt sein gesamtes Anwalsteam.
00:28:29: Harold Leslie W. R. Grive und A. M. Morrison verlassen den Gerichtssaal.
00:28:35: Von diesem Moment an verteidigt Manuel sich selbst.
00:28:38: Er kennt Gerichte, hat schon nineteenundertzechsundvierzig seinen eigenen Prozess geführt und dafür das Lob des Richters erhalten.
00:28:45: Er glaubt er kann dasselbe nochmals tun!
00:28:48: Er glaubt, er ist klug genug.
00:28:50: Er glaubte, er kann die Geschworenen davon überzeugen dass er unschuldig ist.
00:28:55: Zeitungen beschreiben seinen Auftritt im Gerichtssaal mit Worten wie Redegewandtheit, forensische Geschicklichkeit und scharfe Intelligenz.
00:29:04: Sogar der Richter Lord Cameron wird später festhalten das Manual seine Verteidigung mit einer Geschicklichkeit geführt habe, die bemerkenswert ist.
00:29:13: Für die Smart-Morde baut Manuel eine Verteidigungslinie auf, die das Gericht als hochgradig unplausibel bewertet.
00:29:20: Er behauptet Peter Smart sei ein Bekannter gewesen der ihm die Schlüssel des Hauses überlassen habe!
00:29:26: Er behaubte Smart habe in einem Anfall von Wahnsinn seine Familie getötet und anschließend sich selbst erschossen – für Isabel Cook gibt er an dem Abend ins Kino gegangen zu sein….
00:29:37: Das Gericht glaubt ihn nicht.
00:29:41: Am Ende des Verfahrens beraten die geschworenen zwei Stunden und einundzwanzig Minuten.
00:29:46: Sie sprechen Peter Manuel in sieben von acht Anklagepunkten schuldig.
00:29:50: Der einzige Punkt, der nicht zu einer Verurteilung führt ist der Mord an Anne Nieland.
00:29:56: Lord Cameron empfiehlt den Geschworenen wegen unzureichender Beweise in diesem Punkt nichts zu verurteilen.
00:30:02: Anschließend wird gegen Manuel das Todesurteil
00:30:05: verhängt.".
00:30:28: Juristisch wirkt der Fall bis heute nach.
00:30:31: Manual versus HM Advocate wird in der schottischen Beweislehre noch immer als Beispiel dafür genannt, dass ein Geständnis durch sogenanntes Special Knowledge bestätigt werden kann – also durch Täterwissen das sich anschließend an realen Funden nachprüfen lässt.
00:30:48: Peter Manuel hat kein Manifest hinterlassen.
00:30:51: Keine Begründung, keine Erklärung!
00:30:53: Was von ihm geblieben ist sind nicht nur Akten – im National Records of Scotland ist auch ein Toninterview aus dem Jahr nineteenhundertachtenfünfzig verzeichnet geführt mit dem Psychiater Professor Thomas Ferguson-Rodger.
00:31:08: was er hinterlässt sind Geständnisse die er wieder ruft und einen Gerichtsaal in dem er sich selbst verteidigt als wäre das alles ein Spiel.
00:31:16: Während des Prozesses und in den Jahren danach beschäftigen sich Ärzte um Psychiater mit der Frage, was Peter Manuel war.
00:31:23: Klinische Diagnosen sind postum nicht möglich – das muss klar gesagt werden!
00:31:28: Was dokumentiert ist, Ärzten die Manual im Vorfeld des Prozes untersuchten beschrieben Verwirrungszustände mit Erinnerungslücken und Anzeichen von Epilepsie.
00:31:39: Eine Elektroencephalografie Eine Messung der Hirnaktivität soll Hinweise auf eine Frontallappenepilepsie ergeben haben.
00:31:48: Dieser Befund hätte möglicherweise als Argument für verminderte Schuldfähigkeit in den Prozess eingebracht werden können, er wurde nicht eingebracht – Der Grund?
00:31:57: Als Manuel seine Anwälte entließ und die Kontrolle über seine Verteidigung übernahm, entschied er sich dagegen diesen Weg zu gehen.
00:32:05: Ob aus Kalkulation, Ausüberheblichkeit oder aus einem anderen Grund ist es nicht belegt!
00:32:17: In der Erditeese aufstellt, Behörden hätten bei der Frage von Manuals Zurechnungsfähigkeit kollidiert und Beweise über seinen mentalen Zustand aktiv zurückgehalten um sicherzustellen dass er hingerichtet wird.
00:32:32: Er beschreibt, dass zahlreiche Einschläge geakten lange gesperrt oder nur eingeschränkt zugänglich gewesen seien und das er bei dem Versuch auf bestimmte Dokumente zuzugreifen, auf eine Mauer gestoßen sei.
00:32:45: Eine BBC-Dokumentation aus dem Jahr zwei Tausendneun Inside the Mind of a Psychopath greift diese These auf.
00:32:54: Beweise für eine aktive Unterdrückung durch die Staatsanwaltschaft sind bis heute nicht öffentlich dokumentiert.
00:32:59: Dr.
00:33:00: Goldbergs These ist eine wissenschaftliche Position, kein bewiesener
00:33:04: Tatbestand.".
00:33:06: Fest steht, im Verfahren von innen war keine verminderte Schuldfähigkeit oder Unzurechnungsfähigkeit festgestellt.
00:33:14: Gericht und Anklage stellten viel mehr Planung, Kontrolle und zielgerichtetes Verhalten in den Vordergrund.
00:33:21: Mehr sollte man aus dem Urteil nicht herauslesen.
00:33:26: Es gibt einen Aspekt in dieser Geschichte der im Rückblick schwerer wiegt als fast alles andere.
00:33:31: William Watt hat siebenundsechzig Tage in Untersuchungshaft gesessen.
00:33:36: Angeklagtes Mordes an seiner Frau, seiner Tochter und seiner Schwägerin.
00:33:41: Schottland hatte zu diesem Zeitpunkt die Todesstrafe – und sie war kein theoretisches Konstrukt sondern gelebte Realität!
00:33:48: Menschen wurden hingerichtet auch unschuldiger wie andere Fälle in der britischen Justizgeschichte zeigen.
00:33:55: Die Zeugenidentifizierungen auf deren Basis Watt verhaftet wurde waren falsch.
00:34:00: Ein Fairführer und ein Autofahrer hatten ihn bei einer Gegenüberstellung als jemanden erkannt, der in der Mordnacht die entsprechende Route gefahren war.
00:34:08: Und sie lagen falsch!
00:34:10: Das ist eine der am deutlichsten belegten Fälle für die Unzuverlässigkeit von Augenzeugen-Identifizierungen im britischen Justizwesen des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:34:19: William What überlebt – Er isst frei aber erträgt den Rest seines Lebens das Wissen dass er für Morde beschuldigt worden war, die an seiner eigenen Familie begangen
00:34:29: wurden.".
00:34:30: Zwischen nineteenhundertsechsenfünfzig und neunzehnhundertachtenfünftig verändert sich der Alltag in Lenoxere und dem östlichen Glasgow.
00:34:38: Das ist durch Zeitzeugenberichte belegt, durch Interviews die Jahrzehnte später gesammelt wurden – und durch den Bericht des Glasgow Police Museums, der diese soziale Wirkung ausdrücklich dokumentiert.
00:34:51: Veta- und ältere Brüder holen Töchter und Schwestern abends vom Bus altestellen ab!
00:34:56: Junge Menschen, die gemeinsam ausgehen verabreden Systeme um sicherzustellen dass alle heilen nach Hause kommen.
00:35:03: Türen, die in dieser Gegend nie abgeschlossen wurden werden abgeschlossen.
00:35:07: Frauen, die damals jung sind erinnern sich Jahrzehnte später noch an die Angst aus dieser Zeit Als Manuel am vierzehnten Januar.
00:35:36: Manuel wird acht Tage nach dem Eintreffen des Glasgow CID verhaftet.
00:35:41: Nach mehr als zwei Jahren, in denen die Lennox-Share Kent's Tabulary allein ermittelt hatte.
00:35:47: Das führt zu scharfer öffentlicher und politischer Kritik.
00:35:50: Warum hat die Koordination so lange gefehlt?
00:35:53: Warum gab es keine übergreifenden Strukturen?
00:35:56: Der Fall wurde später immer wieder als Beispiel für die Schwächerin der zersplitterten Polizeistruktur genannt.
00:36:02: Die Gründung von Police Scotland am ersten April, zwei Tausend Dreizehn hatte jedoch viel spätere politische und organisatorische Ursachen.
00:36:10: Manuel war dafür kein offizieller unmittelbarer Auslöser sondern eher ein historischer Bezugspunkt in der Rückschau.
00:36:18: Wer sich mit Peter Manuel beschäftigt stößt immer wieder auf Widersprüche.
00:36:23: Er tötet Frauen und ist seiner Mutter gegenüber hingebungsvoll.
00:36:26: Er ist grausam zu Tieren, und kümmert sich um die Katze der Familie.
00:36:30: Er kann keine stabile Beziehung aufrecht erhalten – und glaubt Frauen würden ihm verfallen!
00:36:42: Was diese Widersprüche bedeuten, was sie erklären – das lässt sich nicht auflösen.
00:36:47: Sie sind dokumentiert!
00:36:48: Sie sind real!
00:36:49: Aber eine einfache Antwort auf das Warum gibt es nicht und sie wäre falsch wenn es sie
00:36:54: gebe.".
00:36:56: Nach dem Urteil während Manuel in der Todeszelle sitzt verändert er sich.
00:37:00: die Arroganz die ihn durch den Prozess getragen hat verschwindet.
00:37:04: Zeitgenössische Berichte beschreiben ihn als kaum ansprechbar Als jemanden der kaum noch spricht.
00:37:09: Er versucht Geisteskrankheit vorzutäuschen.
00:37:12: Er verhält sich auffällig, desorientiert, spricht verwirrt.
00:37:16: Eine letzte Strategie um der Hinrichtung zu entkommen nachdem er im Prozess doch vehement jede psychische Erkrankung abgestritten hatte.
00:37:25: In späteren Darstellungen heißt es dass seine Mutter Bridget Manuel ihn bei einem Besuch ohrfeigte und zu ihm sagte Zitat You can't fool me du kannst mich nicht täuschen.
00:37:37: Die ursprüngliche Hinrichtung war für den fünften Juni angesetzt.
00:37:43: Manuel legt Berufung ein, die Anhörung findet am vierundzwanzigsten und fünfundzwantigsten Juni statt.
00:37:50: Die Berufung wird abgewiesen – ein neuer Termin wird festgelegt.
00:37:54: Freitag, der elfte Juli, acht Uhr morgens Balini Prison, Glasgow.
00:38:01: Henker Harry Allen, assistiert von Harold Smith führt Peter Manual die wenigen Schritte von seiner Zelle zum Galgen.
00:38:09: Manuals letzte Mahlzeit war Fisch, Pommes, Tomaten und Tee.
00:38:14: Als der Strick um seinen Hals gelegt wird fragt man ihn ob er letzte Worte hat.
00:38:19: Er sagt – Zitat Turn up the radio and I'll go quietly Redreht das Radio lauter Und ich gehe still.
00:38:28: Die Falte öffnet sich.
00:38:29: Die Ausführung dauert acht Sekunden.
00:38:32: Vierundzwanzig Sekunden nach dem Fall wird Peter Manuel von Gefängnisarzt Dr.
00:38:37: David Anderson für Tod erklärt.
00:38:39: Um acht Uhr fünf und dreißig wird sein Körper abgenommen, um neun uhrdreißig findet eine Leichenschau vor Sheriff Allen Walker statt.
00:38:47: Später an diesem Tag wird er begraben in einem nicht gekennzeichneten Grab nahe der Mauer von D-Hall im Balini Prison.
00:38:55: Er ist der drittletzte Mensch, der in Schottland hingerichtet wird.
00:39:01: Anthony Miller folgt im Dezember nineteenhundertsechzig auf dem Ballini Galgen.
00:39:06: Henry John Burnett wird im August neunzehnhundertein sechzig im Cragonsprison in Aberdeen exekutiert.
00:39:14: Danach endet die Todesstrafe in Schotland.
00:39:18: Was mit den Opfern und ihrer Erinnerung bleibt?
00:39:21: Ann Nieland erscheint in keinem Urteilspruch.
00:39:24: Ihr Mord ist gestanden nie verurteilt!
00:39:27: Ihr Name steht auf keiner offiziellen Liste der Todesopfer von Peter Manuels, die rechtlich bindend wäre.
00:39:33: Nur im Geständnis!
00:39:36: Ithable Cook hat ein Grab.
00:39:38: Ihr Bruder – das ist durch Zeitzeugenberichte überliefert – hat nie eigene Kinder gehabt.
00:39:43: Das Trauma dieserzeit hat sich in das Leben der gesamten Familie eingeschrieben….
00:39:48: Sydney Dunn ist bis heute offiziell ungeklärt.
00:39:50: Sein Mord ist manual zugeordnet worden, postum durch einen Coronas befund in England – eine Anklage hat es nie gegeben!
00:39:59: Die Familie Watt, Marion Vivian und Margaret William Watt hat gelebt mit dem Wissen das er für ihrem Mord beschuldigt worden war.
00:40:08: Die Familie Smart Peter Doris Michael Ein Haus in Eddingston deren Bewohner Neujahr nicht überlebt haben.
00:40:17: Mögen sie alle in Frieden ruhen.
00:40:37: Peter Manuel ist bis heute eine der bekanntesten Figuren der schottischen Kriminalgeschichte, er war die einzige moderne Person in der Chamber of Horrors des frühen Edinburgh Wrecks Museum on the Royal Mile.
00:40:49: das Museum existiert nicht mehr.
00:40:52: Der schottische Schauspieler Brian Cox, bekannt aus Succession und als erster Darsteller von Hannibal Lecta im Film Manhunter, hat später öffentlich erwähnt dass er Elemente seiner Darstellung von Lecta auf Peter Manuel gestützt hat.
00:41:21: Peter Manuel wird von Martin Comsten dargestellt.
00:41:24: Die schottische Regierung trägt zweihundertfünfzigtausend Pfund zur Produktion bei, die Serie gilt als historisch sorgfältig.
00:41:33: William Manzi schreibt neunzehnhundertneunundsiebzig.
00:41:36: sein Memoir The Crime Pond erschien bei Chambers & Edinburgh.
00:41:42: Er beschreibt darin seine Sicht auf den Fall geht aber nicht auf alle Aspekte seiner Karriere ein.
00:41:58: Lennox Scher, neunzehnhundertsechsenfünfzig bis neunzenthundert achtenfünftig.
00:42:02: Zwei Jahre – neun Menschen wenn man alle zählt, die ihm zugeschrieben werden!
00:42:06: Ein unschuldiger Mann in Untersuchungshaft dem im Fall einer Verurteilung der Galgen gedroht hätte…einer Mittler, der ihn seit zwölf Jahren kennt und trotzdem nicht greifen kann.
00:42:16: Was an Peter Manuel bis heute befremdet ist nicht die Brutalität der Taten, es ist die Leichtigkeit, die Ruhe mit der er danach
00:42:24: weiterlebt.".
00:42:25: Die Banknoten, die er in Pups ausgibt.
00:42:27: Das Essen das er kocht während die Toten im Zimmer nebenan liegen.
00:42:31: Das Lächeln mit dem er durch die Nächte von Lenoxer spaziert und dann das andere Bild der Mann vor Gericht rede gewandt präzise Mit einer Logik, die das Gericht bemerkenswert nennt Und die trotzdem nicht verhindert dass die geschworenen ihnen weniger als zweieinhalb Stunden schuldig sprechen.
00:42:48: Was treibt jemandem dazu?
00:42:50: Diese Frage hat in diesem Fall keine Antwort.
00:42:53: Das Gericht hat sie in den letzten Jahren nicht beantwortet, die Psychiater nicht!
00:42:58: Auch die lange nur eingeschränkt zugänglichen Akten liefern Sie vielleicht nicht.
00:43:03: Was wir haben?
00:43:04: Die Namen der Opfer – Fakten und Daten.
00:43:07: Und das Wissen, dass ein Mann wie Peter Manuel mitten unter seinen Nachbarn lebte mit ihn trank, mit ihm redete und nebenher Menschen tötete, die nichts getan hatten als in seinem Weg zu
00:43:19: sein.".
00:43:20: Das Grab von Peter Manuel im Berlini-Prison trägt keinen Stein, kein Namen, keine Inschrift.
00:43:26: Die Opfer haben Namen!
00:43:29: Danke dass ihr mit mir durch die Schatten gereist.
00:43:31: seid und bleibt wachsam für die Geschichten hinter den Geschichten.
00:43:36: Und wenn ihr ein bisschen mehr von meinem allgemeinen Alltag und auch dem Podcast-Alltag sehen wollt, dann folgt mir doch gerne auf Instagram unter chronik.der.chatten.
00:43:45: Unterstrichpodcast.
00:43:46: Da würde ich mich auf jeden Fall sehr drüber freuen Wenn ihr da den Shadows beitreten würdet.
00:43:51: Bis dahin Tschüss!
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